Der Dalton Highway fordert seinen Tribut

Nach kurzer Nacht war uns immer noch nicht klar, ob wir den Dalton Highway bis zur Prudhoe Bay fahren oder lieber doch umdrehen sollten. Beim Frühstück mit leckerer Karibuwurst in Coldfoot haben wir dann mehrere Reisende und Straßenarbeiter getroffen, die von schlechten Straßenverhältnissen auf dem nördlichen Teil des Highways berichteten. Einer der Motorradreisenden sagte uns, dass er in kniehohem Geröll/Schotter gestürzt sei. Da uns dieser Fahrer etwas erfahrener im Umgang mit Offroadpisten vorkam als wir, entschieden wir uns dann doch bei Coldfoot als nördlichen Startpunkt unserer Reise zu bleiben.

Diese Entscheidung stellte sich später auch als die Richtige heraus, denn auf dem Weg zurück nach Fairbanks stellte Micha bei einem Fotostop fest, dass die Simmerringe seiner Vorderradgabel hinüber sind und die Gabel stark an Öl verliert. Kurze Zeit später passierte dann das nächste Missgeschick: Carmen’s rechter Koffer samt Tasche und gefülltem Reservekanister fielen bei ca. 80 km/h auf der Schotterpiste vom Motorrad ab und purzelten die Straße entlang. Zum Glück war zu dieser Zeit wenig los auf dem Dalton Highway, so dass der Koffer nicht von einem LKW zu einem Alublech geformt wurde. Außerdem stellte sich glücklicherweise heraus, dass sich auf der holprigen Piste nur die Befestigung gelockert hatte und der Koffer und die Befestigung noch intakt waren.

Nach kurzem Säubern der Motorräder, fuhren wir weiter Richtung Süden, um uns einen Campingplatz für die Nacht zu suchen. Die Suche stellte sich jedoch als etwas schwieriger heraus. Es war bereits sehr spät geworden und zudem gab es kaum Campingplätze auf der Strecke. Wir hatten uns schon auf wild Camping eingestellt, als wir noch einen letzten Versuch bei Skinny Dick’s Halfway Inn starteten. Dort gab es zwar eigentlich gar keinen Campingplatz, allerdings bot uns der Besitzer an, kostenlos in seinem Biergarten zu campen. Dieses Angebot nahmen wir dann gerne an.

Zum krönenden Abschluss des Tages tranken wir in Skinny Dick’s Bar noch ein leckeres lokales Bier aus Fairbanks und genossen dabei die Gesellschaft von Bill. Bill stammt ursprünglich aus Kalifornien und zog vor 30 Jahren nach Alaska. Da er deutsche Wurzeln hat, spricht er noch ganz gut deutsch. Er teilte mit uns seine etwas seltsamen politischen Ansichten über Barack Obama und dessen Pläne zur Erringung der Weltherrschaft. 😉

Beitrag von: michasifi und carmen.on.the.road
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