Offroad Training im Monument Valley

Unsere Reise führte uns weiter Richtung Lake Powell, um von dort aus weitere Nationalparks zu besuchen. Also fuhren wir die 191 weiter Richtung Süden. Um nicht immer nur die großen, schnurgeraden Highways zu fahren, machten wir einen kleinen Umweg über die 95 und die 261. Unser Plan ging auf und wir entdeckten die kleine Version des Camino de la muerte ( Straße des Todes ). Die 261 schlingerte sich nach einigen Kilometern unbefestigt und ungesichert in Serpentinen an tiefen Abgründen entlang. Jetzt haben wir einen ersten Eindruck gewonnen, was uns noch in Südamerika erwarten wird.

Nachdem wir diese Herausforderung gemeistert hatten, fuhren wir weiter Richtung Monument Valley, wo uns – ohne dass wir es wussten – schon die nächste Herausforderung erwartete. Das Monument Valley liegt im Navajo Reservat auf dem Colorado Plateau. Schon von weitem waren die beeindruckenden Monumente zu sehen und lieferten bereits Gelegenheiten für interessante Fotos. Das Monument Valley kann man entweder per Tourenbus oder mit dem eigenen Fahrzeug besuchen. Wir entschieden uns natürlich für letzteres. Auf dem Parkplatz trafen wir auf einen Franzosen, der uns erstaunt fragte: „You can’t drive through the valley with your bikes, can you?“ ( „Ihr könnt nicht mit dem Motorrad durch’s Valley, oder?“ ). Darauf antwortete Carmen wie aus der Pistole geschossen: „Sure… …and we will!“ ( „Klar… …und das werden wir auch!“ ). Zu diesem Zeitpunkt wussten wir allerdings noch nicht genau, welche Straßenverhältnisse uns erwarteten.

Die ersten paar Meter durch das Tal waren zwar offroad aber noch einfach zu fahren und wir wunderten uns schon, warum uns die entgegenkommenden Touristen in ihren Bussen bejubelten und begrüssten. Den Grund dafür sollten wir aber recht schnell erfahren. Aus den steinigen, festen Straße wurde eine sandige Piste mit stellenweise tiefen Sandverwehungen. Die brütende Hitze bei der geringen Geschwindigkeit machte die Fahrt auch nicht angenehmer. Im tieferen Sand kam man immer wieder ins Schlingern und man hatte die Wahl zwischen schnellem Durchbrettern oder langsamer Zitterpartie. Micha entschied sich meistens für erstere, während Carmen meist die zweite Variante bevorzugte. Wie sich herausstellte, waren für uns beide Vorgehensweisen nicht von Erfolg gekrönt. Uns hat es beide auch mal von den Motorrädern geworfen. Zum Glück fielen wir in den weichen Sand, so dass weder uns noch den Maschinen etwas passiert ist. Allerdings kam dadurch zum schon anstrengenden Offroadfahren auch noch das viel anstrengendere Hochwuchten der Maschinen. So waren wir zum Schluss doch froh als wir wieder am Visitor Center ankamen und belohnten uns für die Strapazen mit einem leckeren Apple Pie.

Auf der Weiterfahrt nach Lake Powell waren wir wieder in unserem Element: dem Asphalt. Kurz vor Sonnenuntergang kamen wir erschöpft am Campingplatz an und schlugen unser Lager auf.

Beitrag von: michasifi und carmen.on.the.road

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