Mexican Wrestling in Guadalajara

Um unser Reisebudget zu schonen, zogen wir am nächsten Tag in ein günstigeres Hostel, dem Hostel „Tequila“, um. Zu unserer Überraschung war nicht nur das Frühstück im Preis eingeschlossen, sondern auch eine kleine Flasche Corona Bier pro Tag. Das Hostel hatte viel Flair, neben einem Swimmingpool gab es überall kleine Loungebereiche zum relaxen.

Weil es uns hier so gut gefiel, blieben wir noch zwei weitere Tag in Guadalajara. Guadalajara hat ein schönes, altes historisches Zentrum mit vielen Kathedralen, alten Kirchen und einem riesigen Markt, in dem man alles von Früchten bis hin zu lebenden Haustieren kaufen konnte.

Am letzten Abend in Guadalajara besorgten wir uns Tickets für das hier sehr populäre Mexican Wrestling. Uns wurde gesagt, dass uns ein Bus abends abholen würde. Wir wussten jedoch nicht, dass es sich hierbei um eine Art Partybus handelte. Im Bus gab es eine kleine Bar mit Barkeeper und einen DJ der spanische Salsa Musik auflegte. Im Laufe des Abends wurde die Stimmung im Bus immer ausgelassener und irgendwann hielt es keinen mehr auf den Bänken und alle tanzten zur Musik.

Beim Mexican Wrestling handelt es sich wie beim Wrestling üblich um einen Showkampf, bei dem weder Kämpfe noch Ergebnisse echt sind, sondern inszeniert werden. Bei den Kämpfen trafen zwei Teams aufeinander. Ein Team trug spezielle Wrestlingmasken, während das andere Team ohne Masken antrat.  Auch das Publikum war in zwei Teams aufgeteilt: Die ‚Armen‘ und die ‚Reichen‘ (die Eintrittskarten der ‚Reichen‘ kosteten doppelt soviel wie die der ‚Armen‘ ). Jeweils eine Gruppe des Publikums unterstützt je ein Team im Ring, d.h. die maskierten bzw. die unmaskierten Kämpfer. Während die Kämpfer im Ring ihre Show darboten, beschimpften sich die beiden Gruppen im Publikum mit den verschiedensten spanischen Schimpfwörtern. Hier konnten wir unsere Spanischkenntnisse um einiges aufbessern. 😉 Aber auch auf Publikumsseite war alles nur eine Show. Die Stimmung war sehr gut und die Leute lachten herzhaft über die Beleidigungsversuche des jeweils anderen Teams. Einziger Wermutstropfen während der Veranstaltung war, dass wir keine Kameras mitbringen durften. Daher musste leider das Handy zum Fotografieren ausreichen.

Das Mexican Wrestling war ein super Abschied von Guadalajara. Am nächsten Morgen machten wir uns auf den Weg nach Guanajuato, einer etwas kleineren Stadt zwischen Guadalajara und Mexico City.

Beitrag von: michasifi und carmen.on.the.road
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2 Antworten

  1. Sehr geil, da bin ich als Alt-Wrestling Fan ja schon ein wenig neidisch 🙂 Auf die Schimpfwörter wär ich jetzt aber schonmal gespannt, da war sicher Kreativeres dabei als hijo de puta …

    September 8, 2012 um 1:08 pm

    • carmen.on.the.road

      Hi Isa, deine Annahme ist richtig! Neu war mir, dass es das Schimpfwort auch in der männlichen Version gibt 🙂 und natürlich in jeglicher Kombination mit anderen Ausdrücken….

      September 9, 2012 um 7:55 pm

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