Guanajuato – von Hügeln, Fröschen und Mumien

In Mexiko gibt es kostenlose Strassen und Mautstrassen. Die Mautstrassen sind meist sehr gut ausgebaut und bilden eine schnelle Verbindung zwischen grossen Städten. Die kostenlosen Strassen, sogenannte Libre Strassen, sind meist in etwas schlechterem Zustand und führen durch zahllose Dörfer hindurch. Zudem kommt man langsamer voran, da sie teilweise durch LKWs verstopft sind. Da wir genügend Zeit hatten und keine Mautgebühren zahlen wollten, versuchten wir auf Libre Strassen nach Guanajuato zu fahren. Aufgrund der extrem schlechten Strassenbeschilderung, falls überhaupt vorhanden, fiel uns dies jedoch schwerer als gedacht. Nach einigen Umwegen und einigen Stunden Fahrt kamen wir dann schliesslich in Guanajuato an. Wir hatten bereits ein B&B vorgebucht, so dass uns die Suche nach einer Unterkunft erspart blieb. Unsere Unterkunft liegt direkt an der Panoramica, der Panoramastrasse, die an den zahlreichen Hügeln von Guanajuato entlang führt.

Von diesen Hügeln hat Guanajuato auch seinen Namen. Der Name der Stadt kommt aus der Purépecha-Sprache und bedeutet soviel wie „hügeliger Platz der Frösche“. Die Stadt ist zudem von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt worden. Nach einem ersten kurzen Besuch der Stadt am Abend konnten wir dies auch gut nachvollziehen. Überall in der Stadt gibt es bunte, kleine Häuser, enge Gassen und eine Vielzahl an alten historischen Gebäuden. In den Gassen findet man viel kleine Läden, nette Restaurants und Bars. Zudem gibt es mehrere Theater, Museen und eine Universität, so dass auch das kulturelle Leben nicht zu kurz kommt.

Da wir den ganzen Tag noch nichts gegessen hatten, konnten wir an dem ersten Abend jedoch nur an Essen denken. Auf der Suche nach einem netten Restaurant fanden wir eine „Heladeria“ (Eisdiele), in der vor unseren Augen das Eis aus frischen Früchten und Sojamilch frisch hergestellt wurde. Obwohl das Eis nur auf einer eiskalten Fläche mit einem Spachtel gestrichen wurde, war das Eis sehr cremig und extrem lecker! Von dem Eisverkäufer bekamen wir ausserdem den Tipp im Habibi, einem arabischen Restaurant, essen zu gehen, was wir dann auch taten. Es ist zwar etwas komisch arabisches Essen in Mexiko in einem deutsch geführten Restaurant zu essen, aber was soll’s – es war super lecker!

Den nächsten Tag verbrachten wir mit Sightseeing. Erstes Ziel war das sehr bekannte Mumienmuseum „Museo de las Momias“. Das Musem ist nichts für schwache Nerven. Es werden über 200 Leichen ausgestellt – inklusive Säuglinge und Föten. Die Leichen stammen von dem örtlichen Friedhof und sind noch sehr gut erhalten, da sie durch die optimalen Klima- und Bodenbedingungen zufällig mumifiziert wurden.

Auf dem Rückweg nutzten wir die Gelegenheit mit einer Gondel auf einen Aussichtsberg zu fahren. Von dort aus hatten wir eine tolle Aussicht über die Stadt. Sehr auffällig im Stadtbild von Guanajuato sind die Unmengen an alten Käfern, die durch die Gegend fahren. Dabei sind die Fahrzeuge noch sehr gut erhalten – kein Wunder, da sie bis 2003 in Mexiko hergestellt wurden.

Nicht nur Fahrzeuge deutscher Herkunft findet man hier in der Stadt, sondern auch deutsche kulinarische Köstlichkeiten. Wir staunten nicht schlecht als wir zufällig auf eine Currywurstbude namens „Lecka“ trafen. Neben Currywurst gab es hier auch Bratwurstbrötchen und passenderweise Sushi 😉

Beitrag von: michasifi und carmen.on.the.road
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