Mit falschen Papieren ins Reich der Maya

Nach einem weiteren Tag in Guanajuato brachen wir nach einem leckeren Frühstück mit Käsetacos auf in Richtung Mexico City. Unser Ziel war die Mayastadt Teotihuacan. Micha war an diesem Tag mit dem Vorfahren dran und nutzte wie üblich sein Garmin Navi. Mit dem Garmin Navi und den kostenlosen OpenStreet Maps Karten zu fahren, erwies sich dabei als äußerst schwierig, da die Karten unvollständig sind (z.B. keine Einbahnstraßen kennen) und das Navi entweder Mautstraßen bevorzugt oder riesige Umwege einplant. So brauchten wir trotz Vorbereitung mit Google Maps ungefähr eine Stunde nur um aus Guanajuato rauszukommen.

Die Weiterfahrt gestaltete sich nicht viel einfacher. Schließlich gab Micha auf, dem Garmin den teilweise kostenlosen Google Maps Weg aufzuzwingen und folgte dann wiederwillig den Mautstraßen, was uns eine Unmenge an Mautgebühren kostete. Ziemlich entnervt kamen wir dann am Rande von Mexico City an und versuchten den Weg durch das Straßengewirr nach Teotihuacan zu finden. Zu allem Überflüss hielt uns dann auch zweimal kurz hintereinander die Polizei an, um unsere Papiere zu kontrollieren. Dabei gaben wir den Polizeibeamten wie üblich nur die Kopien unserer Fahrzeug- und Führerscheine, was bisher auch prima geklappt hatte. Die Polizei in Mexico City scheint jedoch etwas besser informiert zu sein und so fragte uns ein Polizist: „…original o copia?“. Daraufhin stellten wir uns dumm und antworteten: „Do you speak English?“, woraufhin der Polizist genervt aufgab und uns weiterfahren liess.

Über hostelworld.com hatten wir ein das Hotel „Villa Teotihuacan“ gebucht. Das Hotel hat eine super Lage, kaum geht man aus dem Ausgang heraus, sieht man bereits die Maya Pyramiden. Die gute Lage hat allerdings seinen Preis, so zahlten wir nach etwas verhandeln ca. 19 € pro Person und Nacht, was für mexikanische Verhältnisse sehr teuer ist. Allerdings haben wir für den gleichen Preis in Kalifornien im billigsten Motel 6 übernachtet und in Kanada sogar nur gezeltet (ohne Dusche!). Den Abend verbrachten wir bei einem Glas Wein und Nachos mit Guacamole in der Hotelbar. Dort trafen wir eine italienische Familie und ein mexikanisches Paar, mit denen wir uns einige Stunden in einem spanisch – englischen Sprachmix unterhielten.

Sonntags ist der Eintritt zu den Pyramiden für Mexikaner kostenlos. Da wir ausgerechnet heute, am Sonntag, die Pyramiden besuchen wollten, standen wir morgens kurz nach 6 Uhr auf, um gegen 7:30 Uhr auf dem Gelände der Pyramiden zu sein und so den erwarteten Ansturm an Mexikanern zu vermeiden. Dieser Plan ging auf und so hatten wir die Mayastadt, mit der Sonnen- und Mondpyramide, für ein paar Stunden fast für uns alleine. Als erstes kletterten wir auf die Sonnenpyramide, um ein paar obligatorische Springfotos zu machen und gingen dann über die Straße des Todes hinüber zur Mondpyramide. Um unseren Durst an kulturellen Informationen zu stillen, gingen wir anschließend ins Teotihuacanmuseum und erfuhren dort, dass die Pyramiden bereits vor fast 2000 Jahren gebaut wurden.

Gegen Mittag kam dann der erwartete Ansturm an Mexikanern. Daraufhin verliessen wir die Mayastätte und verbrachten den Rest des Tages relaxend am Pool unseres Hotels.

Beitrag von: michasifi und carmen.on.the.road
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2 Antworten

  1. Hey Ihr Rumtreiber,
    das hört sich ja super an. Vielen Dank auch für die tollen Bilder und den tollen Bericht. Da bekommt man ja gleich Lust auf Mexico!
    Paßt auf Euch auf und lasst Euch nicht opfern!
    Viele Grüße, René

    September 10, 2012 um 7:45 am

  2. Hallo Ihr beiden,
    nach 4 Wochen „on the road“ in den USA, muß ich Euren Blog leider wieder vom Schreibtisch aus verfolgen – seufz – aber trotzdem schön, dass ihr so viel erlebt und uns teilhaben lasst.
    Das Problem mit Open Street Map und Einbahnstrassen bzw. unerlaubten Turns hatte ich übrigens in San Francisco auch, musste das Hotel in drei Versuchen einkreisen um es letztendlich durch eine spontane Wendeaktion über doppelt durchgezogene Linie auf illegale Weise zu erreichen. (Hat zum Glück keinen gestört 😉
    Weiterhin viel Spaß in Mexico.
    Gruß Frank

    September 10, 2012 um 11:12 am

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