Turbulente Überfahrt auf die Vulkaninsel Ometepe

Über Mathias sind wir in Kontakt mit den beiden Motorradweltreisenden Heidi und Bernd gekommen, die mit ihren KTMs von Europa über Asien und Südamerika nach Nordamerika unterwegs sind. Die beiden verbringen ein paar Tage auf der Insel Ometepe im Lago Nicaragua, dem größten See Mittelamerikas. Wir beschlossen also, auch die Insel Ometepe anzusteuern, um die beiden dort zu treffen.

Dafür nahmen wir eine Fähre von San Jorge nach Moyogalpa, die auch Fahrzeuge mitnimmt. Die Überfahrt war allerdings etwas abenteuerlich. Bereits bei der Einfahrt in den Hafen fing das Chaos an. Zunächst war am Hafentor eine Gebühr zu entrichten. Als wir an der Fähre ankamen wurde nochmals eine Gebühr verlangt. Wie sich später herausstellte, handelte es sich hierbei nur um Steuern und noch nicht um den Fahrtpreis, der später während der Fahrt noch bezahlt werden musste. Nach etlichem Hin- und Her hatten wir die Motorräder auf der Fähre aufgeladen. Zu unserem Erstaunen wurden die Motorräder gar nicht und die anderen Fahrzeuge erst während der Fahrt gesichert. Da mittlerweile ein Unwetter aufgekommen war und der Seegang das Schiff entsprechend hin- und herschaukelte, hatten wir große Mühe die Motorräder mit Händen und Füssen zu sichern. Schließlich stellten wir die Motorräder auf ihre Hauptständer und hielten Wache bei Carmen’s Motorrad, da dieses instabiler zu stehen schien. Es kam wie es kommen musste: Plötzlich hörten wir einen lauten Knall aus dem Heckbereich der Fähre. Micha’s Motorrad war vom Hauptständer gegen die Schiffswand gefallen. Nachdem Micha das Motorrad mit Hilfe eines Fährarbeiters wieder aufgerichtet hatte, stellte er fest, dass der linke Spiegel abgebrochen war und kroch unter ein nebenstehendes Auto, um ihn wieder hervorzuholen. Aber was soll’s – wir haben ja bereits Erfahrung im Anschweissen von Spiegeln. 😉 Die restliche Überfahrt sicherten zusätzlich zwei Fährarbeiter Michas Motorrad.

Auf der Insel angekommen, regnete es immer noch sehr stark, daher suchten wir uns ein nahegelegenes Hostel im Ort Moyogalpa. Den Abend beendeten wir bei einem leckeren italienischen Essen in einem nahegelegenen Restaurant.

Am nächsten Morgen fuhren wir 10 km weiter zur Finca Venecia, um Heidi und Bernd zu treffen. Da die beiden gerade aus Südamerika kamen, nutzten wir die Gelegenheit, um viele Informationen bezüglich Reiseroute, Grenzüberquerungen, Straßenzuständen und Unterkunftsmöglichkeiten auszutauschen. Wir verbrachten zwei sehr nette Tage mit den beiden, bevor die zwei Richtung Honduras weiterfuhren.

Da Carmen sich eine dicke Erkältung zugezogen hat, bleiben wir noch etwas in der Finca Venecia, damit Carmen sich auskurieren kann.

Beitrag von: michasifi und carmen.on.the.road
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