Abschied von der Karibikküste

Ich hatte mich entschlossen mit den Motorradreisenden Roy, Steve, Jacek, Chris und Marjolein, die wir auf der Stahratte kennengelernt hatten, weiter Richtung Norden entlang der Karibikküste nach Taganga zu fahren. Da die Ausstellung der Kfz-Versichungsscheine bis Mittags dauerte, kamen wir jedoch erst am frühen Nachmittag los. Ganz traurig war ich über die späte Abreise nicht, da wir den Abend zuvor bis in die frühen Morgenstunden Salsa getanzt hatten bzw. es versucht hatten 🙂 und ich am Vormittag dementsprechend kaputt war.

Nachdem wir die Motorräder aufgetankt hatten, machten wir uns auf den Weg. Ich habe während der ersten Kilometer in jedem neuen Land immer ein komisches Gefühl im Bauch, da ich nicht weiss, was mich wohl erwarten würde. In Kolumbien verflog dieses Gefühl jedoch sehr schnell. Die Hauptstrassen sind im Vergleich zu Zentralamerika sehr gut und die Mautstrassen sind für Motorradfahrer kostenlos. Der Verkehr in den grossen Städten ist jedoch sehr chaotisch. Die Autos fahren dicht gedrängt und extrem viele Moppedfahrer zwängen sich durch die kleinsten freien Spalten. Wir hatten einige Mühe in dem Gedränge durch die Stadt Barranquilla uns nicht zu verlieren. Erst nach Eintritt der Dunkelheit kamen wir an unserem Ziel in Taganga an. Wir checkten in einem kleinen Hostel mit Parkmöglichkeiten für die Bikes ein und ließen uns Pizza liefern, da es draußen mittlerweile in Strömen regnete.

Am nächsten Morgen fuhren wir an den Strand Tagangas und frühstückten in einer Strandbar direkt am Meer. Die Gegend um Taganga ist super schön. Wenn wir nicht alle gerade im Insel- und Strandparadies San Blas gewesen wären, hätten wir hier an der Karibikküste Kolumbien sicherlich noch einige Zeit verbracht. So fuhren wir nach dem Frühstück weiter nach Süden bis nach Aguachica. Die Stadt selbst war nicht wirklich umwerfend, jedoch fanden wir ein nettes Hostel, das uns von einem polnischen Pärchen, das seit 15 Monaten durch Südamerika reist, empfohlen wurde. Am Abend tauschten wir Reisetipps mit den beiden polnischen Reisenden aus und ließen den Abend ruhig ausklingen, um am nächsten morgen wieder fit zu sein für die Weiterfahrt nach Medellin.

Wir fuhren schon morgens um 7Uhr los, um die ca. 470 km nach Medellin an einem Tag zu schaffen. Ansich stellen 470 km am Tag kein Problem dar, jedoch befanden sich auf dieser Hauptroute Unmengen an LKWs auf der Strasse. Wir verbrachten Stunden damit, hunderte Lastwagen zu überholen. Erst bei Puerto Berrio verbesserte sich die Situation und wir fuhren die letzten 200 km auf einer ruhigen, gut asphaltierten, kurvigen Bergstrasse. In Medellin angekommen, begann das Verkehrschaos von Neuem. Wir versuchten uns durch den Stau, zwischen Autos und Moppedfahrern, zu schlängeln, aber dies gelang nur bedingt. Einmal blieb ich mit einer meiner Gepäckrollen an einem Autospiegel hängen – zum Glück nur mit der Gepäckrolle und nicht mit den Koffern, so dass nichts passierte.

In Medellin nahmen wir das erstbeste Hotel mit Parkmöglichkeiten für die Bikes. Wir checkten im Happy Buddha im 6-Mann-Zimmer mit Doppelstockbetten ein. Das Hotel entpuppte sich zu unserer Freude als sehr gepflegte, chillige und stylische Unterkunft direkt neben der Restaurant- und Barmeile der Stadt.

Beitrag von: carmen.on.the.road
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