Gestrandet in Supia

Dienstag Morgen stiess Micha wieder zu Carmen und den anderen Bikern in Supia. Genau rechtzeitig, um die Ursache der Überhitzungsprobleme an Carmen’s Motorrad mit analysieren zu können. Steve und Roy hatten schon ein paar einfache Tests durchgeführt und da wir jetzt mit Michas Maschine zwei identische Motorräder hatten, konnten wir ein paar weiterführende Tests durchführen. Zunächst probierten wir den Temperatursensor und das Thermostat von Michas Maschine an Carmen’s Bike aus. Beides konnte jedoch die Überhitzungsprobleme nicht lösen. Als nächstes wollten wir eigentlich auch den Kühler umbauen, schauten uns jedoch erstmal die Wasserpumpe an beiden Bikes an. Dabei stellten wir fest, dass wir das Wasserpumpenflügelrad an Carmen’s Bike mit etwas Kraft drehen konnten, während das bei Micha’s Motorrad nicht möglich war. Also machten wir uns daran, den Kupplungsdeckel abzubauen, um uns die Wasserpumpe genauer anzuschauen. Dabei stellten wir fest, dass die Antriebszahnräder der Wasserpumpe von Carmen’s BMW komplett verschlissen waren.

Die Ursache war also identifiziert, jetzt ging es daran, die Ersatzteile zu organisieren. Dabei half uns insbesondere der Kanadier Sean, der hier im Bergbau tätig ist. Leider gab es in ganz Kolumbien nur ein einziges Antriebszahnrad, wir benötigten jedoch zwei. Also blieb uns nichts anderes übrig als die Ersatzteile aus den USA schicken zu lassen. Ben aus Kalifornien war uns dabei eine sehr große Hilfe. Er bestellte die Teile in San Jose und schickte sie per UPS nach Kolumbien. Da Supia eine ziemlich kleine Stadt in den Bergen Kolumbiens ist und wir Bedenken hatten, ob UPS zeitnah in diese Region versendet, ließen wir die Teile nach Pereira zur Mutter Miguels, des Übersetzers der hier operierenden Goldbergbaugesellschaft, schicken. An dieser Stelle nochmal ganz vielen Dank an Ben und Miguel für ihre Hilfe!

Laut UPS sollte der Transport bis nach Kolumbien ungefähr 3 bis 5 Werktage dauern. Allerdings hat sich am Shipmentstatus im UPS Trackingsystem seit Freitag nichts mehr geändert. Daher waren wir sehr froh als ein paar Rennradfahrer, die gestern hier im Hotel eingecheckt hatten, ihre Kontakte nutzten, um doch noch die Ersatzteile direkt hier in Kolumbien zu besorgen. Es hat sich herausgestellt, dass BMW Bogota die gesuchten Zahnräder als Trainingsteile zur Verfügung hat und sie uns netterweise zuschicken können. Wenn alles nach Plan verläuft, kommen die Ersatzteile morgen mittag an. Bis dahin geniessen wir weiterhin die Zeit hier in Supia.

Beitrag von: michasifi und carmen.on.the.road
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Eine Antwort

  1. Moin moin, Ihr Rumtreiber.
    Da scheint Ihr ja Glück im Unglück zu haben mit den vielen Helfern die Euch unterstützen wo es nur geht. Ich hoffe die Probleme sind bald wieder behoben und Ihr könnt Euch auf Eure Reise konzentrieren.
    Ich weiß zwar nicht warum Ihr unterschiedliche Wege gefahren seid, aber wenn man so lange zusammen rumreist ist ein bisschen Abstand manchmal gar nicht so falsch. Ich bin auf jeden Fall froh, daß es Euch gut geht und irgendwie ist es auch beruhigender zu wissen, daß Ihr wieder zusammen reist.
    Euch auf jeden Fall weiterhin eine super Reise und spannende Erlebnisse! Auch schön daß der Blog wieder lebt.
    Gibt es eigentlich auch das 30.000km Fazit?

    Jetzt kann ich es ja wieder schreiben:
    Paßt auf Euch auf und vertragt Euch!! =)
    Viele Grüße aus dem novemberkalten Sindelfingen.
    René

    November 20, 2012 um 1:54 pm

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