Reise zum Mittelpunkt der Erde

Nach einem kurzen Technikcheck der Bikes und einer kleinen Reparatur (Micha’s Kupplungsseil war kurz vorm Reissen) setzten wir unsere Reise Richtung Süden fort. Um nach der Dirt Road Tour die Bikes etwas zu schonen, blieben wir vorerst auf der sehr gut asphaltierten Panamericana. In dem netten Örtchen Otavalo machten wir einen kurzen Stop, um den lokalen Markt zu besichtigen. Von dort aus ging es weiter Richtung Äquator. Bei Cayambe war es dann endlich soweit: Wir überschritten den Äquator von der Nord- auf die Südhalbkugel, ein großer Milestone dieser Reise. Zu unserer Freude fanden wir dort eine Mitad del Mundo (Mitte der Welt) Statue, die zu einem Fotostop einlud.

In der Nähe von Quito gab es sogar einen richtigen Park zum Thema Äquator, den wir auch besuchten. Für US$ 2 Eintritt gab es hier Restaurants, Cafes, ein riesiges Äquatormonument und ein entsprechendes Museum. Wir fanden den Park jedoch etwas zu touristisch und setzten daher unsere Reise weiter fort.

Nachmittags wurde das Wetter leider zunehmend schlechter und es fing an zu regnen. Zudem fuhren wir immer höher in die Berge und seit langem haben wir das erste Mal wieder richtig auf den Bikes gefroren. Trotz des schlechten Wetters war die Spitze des Cotopaxis klar zu sehen, eine tolle Entschädigung für die Schinderei. Das Frieren sind wir anscheinend nicht mehr gewohnt. Daher checkten wir im nächsten Hotel in Latacunga ein.

In der Nähe von Latacunga wartete ein weiteres Highlight Ecuadors auf uns, die Laguna Quilotoa. Laut Reiseführer sollte eine unbefestigte Straße zur Lagune führen. Daher hatten wir uns auf 30km Schotterpiste eingestellt und waren daher um so mehr überrascht, als wir uns auf einer bestens asphaltierten, kurvigen Bergstraße, die bis an den Rand der Lagune führte, wiederfanden. Die Strecke hat sehr viel Spaß gemacht und führte uns auf unseren bisher höchsten Punkt von 4012m. Obwohl wir etwas Pech mit dem Wetter hatten, war die Laguna Quilotoa dennoch sehr beeindruckend. Regenwasser, das sich im Krater des gleichnamigen Vulkans sammelte, bildete nach dem letzten Ausbruch im Jahre 1280 diese Lagune. Abhängig von den Lichtverhältnissen wechselt das Wasser in der Lagune seine Farbe von Türkis, Grün bis Schwarz.

Nach diesem Highlight kam der Tiefpunkt des Tages: Auf dem Weg zurück ins Tal regnete es in Strömen und stellenweise schneite es sogar. Die Landschaft um uns herum begann sich durch den Schneefall langsam weiss zu färben. Wir hatten unsere warmen Sachen ganz tief unten im Koffer verpackt und waren daher zu faul, uns wärmer anzuziehen. So fuhren wir frierend und total durchnässt bis nach Banos, einem kleinen, malerischen Örtchen, in dem wir heute übernachten.

Beitrag von: michasifi und carmen.on.the.road
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Eine Antwort

  1. Hallo Ihr beiden,
    Äquator und Schnee in einem Absatz hört sich irgendwie paradox an, aber auch bei uns in nördlichen Gefilden hält nach einem erstaunlich milden November jetzt der Winter Einzug. Letzte Nacht fielen die ersten Schneeflocken. Muß gestehen, ich ziehe für die nächste Zeit das geheizte Auto mit Sitzheizung dem Motorrad vor und werde weiter gespannt die Berichte von Eurer fahrt in den Sommer der südlichen Hemisphäre verfolgen. Drücke die Daumen, das Ihr von weiteren Pannen und Stürzen verschont bleibt.
    Gruß Frank

    November 30, 2012 um 2:13 pm

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