Muffensausen beim Wild Camping

Unser Weg fuehrte uns weiter durch die abwechslungsreiche Landschaft Argentiniens, die von Weinbergen ueber Kakteenlandschaften bis hin zu dichten, gruenen Waeldern reichte. Die Weinregion erstreckt sich von Salta bis Mendoza und erinnert dabei sehr an die Weinanbauregionen in Italien. In Cafayate, einem kleinen Staedtchen inmitten dieser Weinanbaugebiete, legten wir eine ungeplante Pause an, nicht nur um zu tanken, sondern auch um einen Road Side Repair an Michas Bike durchzufuehren. Michas Kupplungsseil war kurz zuvor gerissen und die Weiterfahrt ohne Kupplung waere sehr erschwerlich gewesen. Gluecklicherweise konnte Micha in Cafayate ein Universalbowdenzug besorgen und die Fahrt konnte weiter gehen.

Am spaeten Nachmittag kamen wir in San Miguel de Tucuman an und suchten uns eine Unterkunft im Stadtzentrum. Nach dem Check-In machten wir uns sofort auf zum lokalen BMW Haendler, um bei unseren Motorraedern ein paar Wartungsarbeiten durchfuehren zu lassen, wie z.B. Wechseln der Ketten, Reifen und Ventile einstellen. Nach der Arbeit kam dann das Vergnuegen: Wir suchten uns ein nettes Restaurant, um das beruehmte argentinische Steak mit leckerem argentinischen Rotwein zu geniessen.

Nachdem wir die Motorraeder am naechsten Tag vom BMW Haendler abgeholt hatten, machten wir uns auf den Weg Richtung Cordoba. Nach vielen hundert Kilometern neigte sich der Tag dem Ende, jedoch war Cordoba noch lange nicht in Sicht. So beschlossen wir, das erste Mal auf dieser Tour wild zu campen. Dies war gar nicht so einfach, da das Land direkt neben der Strasse zum grossen Teil abgezaeunt ist. Erst als wir bei einem Salzsee ankamen, fanden wir ein fast geeignetes Plaetzchen, welches jedoch mit der Warnung „Vorsicht Sumpfgebiet“ gekennzeichnet war. Also suchten wir noch ein wenig weiter und beschlossen schliesslich, direkt neben der Hauptstrasse hinter ein paar Bueschen zu campen.

Am naechsten Morgen machten wir uns weiter auf Richtung Cordoba, beschlossen dann aber spontan waehrend der Fahrt Richtung Westen abzubiegen, um die Ruta 40 nach Ushuaia zu nehmen. So fuhren wir mehrere hundert Kilometer Richtung Suedwesten. Nach der guten Erfahrung vom Vortag beschlossen wir, eine weiter Nacht wild zu campen. Ungefaehr auf halber Strecke zwischen San Luis und San Rafael nahmen wir eine winzige Sandpiste in die Pampa, um einige Meter neben dieser Sandpiste, unser Zeltlager aufzubauen. Da im Umkreis von 200km keine weitere Stadt zu finden war und auch die Hauptstrasse recht weit entfernt war, fuehlten wir uns hier in der entlegenen Einsamkeit recht sicher. Nach einem genialen Sonnenuntergang wurde dieses Gefuehl jedoch getruebt: Nach Einbruch der Dunkelheit wurde dieser kleine Pfad neben unserem Zelt haeufiger frequentiert als uns lieb war. Selbst nach Mitternacht fuhren noch Fahrzeuge die Sandpiste im Nichts auf und ab. Uns war ziemlich mulmig in den Zelten, da wir uns kaum einen legalen Grund fuer dieses Treiben in dieser abgelegenen Gegend vorstellen konnten.

Wild Camping zwischen San Luis und San Rafael in Argentinien

Nach zwei Tagen Wild Camping fuhren wir ziemlich zerratzt Richtung Malargue. Bei einem Fotostop sahen wir ein deutsches Motorrad vorbeisausen und umdrehen. Zu unser Ueberraschung war es Mathias, den wir schon mehrfach auf dieser Tour getroffen hatten, und seine Freundin. Wir nutzten die Gelegenheit, um zusammen weiter nach Malargue zu fahren und zusammen zu essen. Hier trennten sich wieder unsere Wege. Mathias und seine Freundin blieben ueber die Weihnachtstage in Malargue und wir fuhren weiter Richtung Sueden auf der Ruta 40.

Beitrag von: michasifi und carmen.on.the.road
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2 Antworten

  1. Hallo Ihr beiden,
    Hört sich so an, wie wenn es bei Euch spannend weitergeht.
    Wünsche Euch frohe Weihnachten!
    Wie feiert man Weihnachten in Argentinien? Vermutlich mit jeder Menge leckerem Steak 🙂
    Ich jedenfalls liege genauso gemästet wie die Gans die heute Mittag auf dem Tisch stand auf dem Sofa und lese mit Genuss Eure Reiseabenteuer.
    Lasst es Euch gut gehen, liebe Grüsse
    Frank

    Dezember 25, 2012 um 10:43 pm

  2. Hey Ihr Rumtreiber,
    ich wünsche Euch noch ein schönes Weihnachtsfest (auch wenn heute schon der 2. Weihnachtstag ist). Wir haben uns in Deutschland temperaturmäßig Euch angepaßt. Also kommt das weihnachtliche Gefühl bei Euch auf das gleiche Niveau wie bei uns. Allerdings haben wir immer noch den Vorteil der Weihnachtsmärkte, Gänsebraten, Weihnachtsbaum und unsere Familien. Euch aber trotzdem schöne, ganz besondere Weihnachten und Silvesterabend!

    Fahrt vorsichtig, vertragt Euch und paßt auf Euch auf!!!
    Ganz viele weihnachtliche Grüße,
    René

    Dezember 26, 2012 um 11:00 am

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