Hunderte Kilometer Schotterpiste auf der Carretera Austral

Nach der langen Strapaze vom Vortag legten wir eine Kurzetappe nach Chile Chico ein und hatten damit unseren letzten Grenzübergang der Motorradreise hinter uns. Hier trafen wir Marjolein und Chris, zwei Motorradreisende, die wir schon auf der Stahlratte kennengelernt hatten. Die beiden Holländer sassen gerade in Chile Chico fest, weil sie auf Ersatzteile fuer ihre kaputte Kardanwelle warten mussten. Da die beiden aus Richtung Norden von der Carretera Austral kamen und in Richtung Ushuaia weiterfahren wollten, nutzten wir die Gelegenheit, Informationen zu Strassenzustaenden und Tankstellendichte auszutauschen. Dies wollten wir bei einem netten Mittagessen im oertlichen Restaurant machen und nahmen dafuer unsere Strassenkarten mit. Wir hatten jedoch nicht mit der kurios, hartnaeckigen Art des Restaurantbesitzers gerechnet. Dieser erlaubte uns nicht, waehrend des Essens die Karten auf dem Tisch auszubreiten, da sich das ja nicht gehoert. Ausserdem hatte er an Carmen’s Sitzhaltung einiges auszusetzen. Nachdem wir brav aufgegessen hatten, wurden wir schliesslich direkt „freundlich“ aus dem Restaurant befoerdert, da der Tisch (in dem fast leeren Restaurant) benoetigt wurde. Nach dieser Restauranterfahrung bevorzugten wir es, auf dem Campingplatz zusammen mit Marjolein und Chris zu kochen.

Urspruenglich hatten wir geplant, um den Lago Buenos Aires rumzufahren, mussten diesen Plan jedoch aendern, da Oel aus Micha’s Gabel erneut leckte. Wir fuhren daher auf dem kurzen Weg mit der Faehre direkt nach Rio Ibanez. Die malerische und zum Teil sehr kurvige Carretera Austral fuehrte von hier aus Richtung Norden. Auf den ersten, noch asphaltierten, Kilometern war das Wetter herrlich. Kaum aenderte sich der Strassenbelag in eine Schotterpiste, schlug das Wetter jedoch um und es regnete in Stroemen. Trotz des Regens und den tief haengenden Wolken waren wir von der Landschaft sehr beeindruckt. Auch die Fahrt auf der sehr gut befahrbaren Schotterpiste machte viel Spass! Nur der mehrere Tage andauernde Dauerregen truebte den Genuss ein wenig. Nach etwa 2 bis 3 Tagen Fahrt auf mehreren hundert Kilometern Schotterpiste kamen wir schliesslich in Chaiten an der Westkueste Chiles an.

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Um die Carretera Austral bis zum Ende zu fahren, muss man von Chaiten aus 3 Fähren nutzen. Da alle Überfahrten fuer mehrere Tage ausgebucht waren, beschlossen wir mit einem anderen Schiff auf die Insel Chiloe ueberzusetzen. Die Insel ist sehr grün und idyllisch, jedoch wollte der Dauerregen nicht aufhoeren. So bekamen wir von der Idylle leider nur wenig mit und fuhren mit der Faehre weiter aufs Festland nach Puerto Montt. Von hier aus war es nun nicht mehr weit bis nach Valparaiso, von wo aus wir die Motorraeder zurueck nach Deutschland verschiffen wollten.

Beitrag von: michasifi und carmen.on.the.road
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