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Unbefestigte Strassen und Überhitzungsprobleme

Von Medellin aus fuhren wir Richtung Süden in die Berge. Nach einigen Kilometern auf dem Highway bogen wir auf kleinere Strassen ab, die sich durch die Berge schlängelten. Die Strassen waren anfänglich noch recht gut asphaltiert und die Fahrt war ein riesiger Spaß! Wir machten einen kleinen Stop in Valparaiso, einem kleinen aber sehr hübschen Ort in den Bergen. Ab Valparaiso wurde die Strasse langsam schlechter – nicht befestigte Abschnitte wechselten sich mit Asphaltstrasse ab – insgesamt ließ sich die Strecke jedoch noch sehr gut fahren. Gegen Mittag kamen wir dann in einem kleinen, verrückten Ort Namens Caramanta an. Es war zwar Montag, aber in Kolumbien war an diesem Tag Feiertag. Die Bewohner von Caramanta kamen bereits Mittags auf ihren Pferden in die Bar am Marktplatz geritten und legten teilweise komische Dressuren mit ihren Pferden hin. Die Stadt wirkte ein wenig wie eine Westernstadt am falschen Ort. Die Stimmung in der offenen Bar am Markt war ausgelassen, der Alkohollevel hoch und einer der Dorfbewohner viel vor uns vom Hocker. Wir hatten überlegt in Caramanta zu Mittag zu essen, haben uns jedoch dagegen entschieden, da man ja nie weiss, ob die Stimmung bei diesem Alkoholkonsum umschlägt. Ausserdem hatten die Dorfbewohner uns gewarnt, dass die Strasse ab Caramanta sehr schlecht sein soll. Da ich immer noch nicht richtig gut bin im offroad fahren und mein Bike nach jeder Offroad-Tour ein Problem hat, wollte ich die Strecke relativ schnell hinter mich bringen.

Die Strasse ab Caramanta war dann tatsächlich komplett unbefestigt. Es wechselten sich steinige Abschnitte, Waldboden und kleinere Schlammstücke ab. Nach etwa der Hälfte der unbefestigten Strecke streikte dann mein Bike. Die Überhitzungslampe ging an und zwang mich anzuhalten. Wir vermuteten, dass der Temperaturfühler nicht richtig funktionierte, da der Lüfter zu dem Zeitpunkt nicht an war. Daher schloss Steve den Lüfter kurz, so dass er manuell ein- und ausschaltbar war. Ausserdem nahm Steve und Roy etwas von meinem Gepäck auf ihre Bikes. Leider behob dies alles nicht das Problem und die Maschine überhitze weiterhin. Da es schon recht spät war und es bald dunkel werden würde, überlegten wir in den Berg zu zelten, um dem Problem am nächsten Morgen nachzugehen. Es sah allerdings so aus, als würde der Weg die nächsten Kilometer nur bergab gehen. Daher tauschten Steve und ich die Motorräder, da Steve offroad schneller unterwegs ist als ich und die Hoffnung bestand, die Maschine über den Fahrtwind bergab zu kühlen. Ungeschickterweise war Steves BMW hochgelegt und ich kam nur mit einem Zeh auf den Fussboden. Während der Fahrt stellte dies kein Problem dar. Mir machte die unbefestigte Strecke auf seinem Bike sogar richtig viel Spaß! Allerdings war es weniger spaßig als ein Bus, der den gesamten Weg einnahm, mir entgegen kam. Es kam wie es kommen musste – ich hielt an und fiel mit dem Bike vor den Bus in den Schlamm 🙂 . Glücklicherweise ist weder mir noch seiner Maschine etwas passiert. 200 m weiter kam dann schon die nächste Stadt – Supia. Wir fanden ein nettes Hotel mit Parkmöglichkeiten, Pool, Restaurant und guten Zimmern für etwa 10 Euro pro Person. Abends gingen wir in Supia essen. Das Überhitzungsproblem konnte auch bis zum nächsten Morgen warten.

Beitrag von: carmen.on.the.road

Unterwegs in Pablos City

Am nächsten Morgen beschlossen Steve, Roy, Jacek und ich in die nahegelegene BMW Werkstatt zu fahren, um Öl und ggf. Reifen wechseln zu lassen. Ich war etwas skeptisch, ob die Werkstatt spontan 4 Bikes an einem späten Samstag Nachmittag annehmen würde. Um so überraschter war ich, dass dies kein Problem für die Werkstatt darstellte und wir um 13 Uhr die Bikes gewartet wieder zurück hatten. An meinem Motorrad ließ ich nur einen Ölwechsel machen und kaufte einige Ersatzteile wie neue Bremsbelege, Kette, Kettenritzel und einen Schlauch. Die Ersatzteile waren erwartungsgemäß recht teuer, die Arbeitskosten für den Ölwechsel jedoch recht günstig.

Nachmittags ging ich dann mit Chris und Marjolein auf Sightseeing-Tour. Wir schauten uns Pueblito Paisa an, ein winziges Dorf auf einem Hügel innerhalb der Stadt, von dem man eine tolle Sicht über Medellin hat. Danach gings weiter mit der Metro in die Altstadt von Medellin. Meiner Meining nach gibt es im Stadtzentrum, abgesehen von den „Botero“ Skulpturen, nicht viel zu sehen. Die Altstadt ist hektisch und mit Menschenmassen und Strassenhändlern komplett überfüllt. Die „Botero“ Skulpturen sind jedoch sehenswert – inbesondere die Botero Friedensvögel. Die erste Friedensvogel-Skulptur wurde 1995 von einem Guerillakämpfer durch eine Bombe zerstörrt, wobei 12 Menschen ums Leben kamen. Botero erstellte daraufhin eine neue Friedensvogelskulptur und plazierte sie direkt neben den zerstörrten Friedensvogel, den er als Mahnmal stehen ließ.

Nach der Sightseeing-Tour durch Medellin trafen wir uns wieder mit den anderen zum Abendessen beim Italiener. Zwei weitere Motorradreisende aus England und Harry, den wir bereits von der Segeltour mit der Stahlratte kannten, sind später zu unserer Gruppe gestossen und wir erkundeten alle zusammen die Bars und Clubs in Medellin. Es war einfach ein super Abend!

Ich konnte Medellin natürlich nicht verlassen ohne das Grab von Pablo Escobar, dem berühmten Drogenbaron in Medellin, gesehen zu haben. Das Grab befindet sich auf einem Friedhof am Rande der Stadt und ist recht schlicht gehalten. Erstaunlich fand ich die Zustimmungsbriefe, die fast 20 Jahre nach dem Tod Pablos noch immer noch um das Grab herum lagen. Dies hat vermutlich etwas damit zu tun, dass Pablo trotz seiner kriminellen Machenschaften viel für die arme Bevölkerung Medellins getan hat.

Nach dem Besuch von Pablos Grab bereiteten sich alle auf die Weiterfahrt am nächsten Morgen vor. Die beiden Holländer Chis und Marjolein hatten Bogota als nächstes Ziel, da sie dort einen Termin für den Service ihrer BMWs hatten. Steve, Roy, Jacek und ich beschlossen in die Berge Richtung Cartago bzw Kali weiterzureisen. Nach einem Abschiedsfoto am nächsten Morgen trennten sich dann unsere Wege.

Beitrag von: carmen.on.the.road

Carmen’s Fazit nach 2 Monaten und 20.000 km

Eigentlich hatten wir uns ja vorgenommen nach einem Monat und 10.000 km etwas langsamer zu reisen. Soweit jedenfalls der Plan 😉 . Mittlerweile sind wir nun 2 Monate unterwegs und haben ca. 20.000 km auf dem Tacho. Gefühlt sind wir tatsächlich langsamer gereist, da wir häufig mehrere Tage an einem Ort geblieben sind. Jedoch sind wir dann vor Ort recht viel umhergefahren, so dass wir mehr oder weniger auf den gleichen durchschnittlichen Tageskilometersatz gekommen sind. Wenn wir weiterhin so viel fahren, brauche ich mir nach 11 Monaten keine Gedanken mehr über den Rücktransport meines Bikes zu machen und kann es gleich in Südamerika verschrotten lassen 😉

Voraussetzung ist natürlich, dass mein Motorrad so lange durchhält. Nach den letzten Reparaturen hier in Kalifornien, habe ich erste Zweifel bekommen. Seit Beginn unserer Panamerikana Tour habe ich bereits 1600 Euro in das Bike investiert. Der grösste Anteil ging zwar für die normale Wartung bzw. Verschleissteile drauf wie z.B. 2 Sätze neue Reifen, neue Kette, Kettenritzel, Öl- und Luftfilter, Einstellen des Ventilspiels, aber es musste auch das Lenkkopflager und der Lüftermotor für ca 600$ ausgetausch werden. Na ja, immerhin läuft mein Bike nun wieder wie am ersten Tag. Abgesehen von der teuren Wartung, bin ich mit meiner Maschine aber sehr zufrieden.

Vor der Reise hatte ich in vielen Blogs gelesen, dass viele Motorradreisende zwar an allem Sparen, nur nicht an der Ausrüstung. Das kann ich mittlerweile sehr gut nachvollziehen. Ich entdecke jede Woche ein neues Ausrüstungsteil, das zerfällt. Insbesondere die Regensachen halten dem Stresstest nicht stand. Sehr begeistert bin ich jedoch bisher von meiner Olympus Kamera! Für eine Systemkamera mit relativ kleinem Sensor macht sie meiner Meinung nach erstaunlich gute Fotos – jedenfalls technisch gesehen 😉

Nach nun 2 Monaten auf Reisen verschieben sich langsam meine Prioritäten. Ich freue mich über jede saubere Dusche am Abend und gesundes Essen wird immer wichtiger. Daher erstaunt es auch nicht, dass mein zweitgrößter Ausgabenblock (nach den Kosten für’s Bike) mittlerweile Lebensmittel sind. Insbesondere hier in Kalifornien gibt es aber auch eine extrem große Auswahl an sehr guten Restaurants und Bars.

Da ich vor ca. 10 Jahren für fast ein Jahr hier in Kalifornien gewohnt habe, ist für mich San Jose fast wie ein zweites zuhause. Die Zeit in der Bay Area hat mich an viele tolle Erlebnisse erinnert. Daher habe ich auch insbesondere die Tage in Kalifornien sehr genossen. Heute, ein Tag vor der Ausreise aus Kalifornien, fühlt es sich fast wie ein zweiter Abschied an. Aber natürlich freue ich mich auch schon riesig auf Mexiko, den nächsten Abschnitt unserer Reise. Ab Mexiko wird sicherlich einiges anders werden. Insbesondere die Sprache – Spanisch – stellt eine grosse Herausforderung dar. Aber zum Glück habe ich ja bereits einen Spanisch Online-Kurs belegt 😉

Beitrag von: carmen.on.the.road

Einen Monat und 10.000 km unterwegs

Wir sind heute seit genau einem Monat unterwegs oder anders ausgedrückt sind wir die ersten 10.000 km unserer Panamericana-Tour bereits gefahren. Noch fühlt sich alles an wie ein langer Urlaub und ich habe immer noch nicht ganz realisiert, dass ich noch weitere 10 Monate unterwegs sein werde. Urlaub ist allerdings das falsche Wort – es ist eher eine Reise, die zugegebenerweise bisher recht anstrengend war. Die langen Tage auf dem Motorrad und Camping bei fast jedem Wetter erforderten schon eine Umgewöhnung zu dem bequemen Leben zuhause in Deutschland. Aber die tollen Erlebnisse, die beeindruckende Landschaft und die netten Bekanntschaften lassen dies alles vergessen. Es ist einfach klasse drauf los zu fahren, ohne zu wissen, wie weit man an dem Tag kommt, wo man übernachten kann, wen man alles  trifft oder was sonst noch so passieren wird. Immer nach dem Motto „Es wird schon gut werden“ und „Es gibt für alles eine Lösung“ 🙂

Eines der Highlights auf der bisherigen Tour war für mich die Fahrt auf dem unbefestigten Dalton Highway unter der Mitternachtssonne. Wir fuhren bis Nachts 1Uhr auf der Schotterpiste bis wir komplett fertig in unsere Zelte fielen. Die Sonne stand während der Fahrt in Richtung Norden so tief und schien uns direkt in die Augen, dass wir die Strasse nur noch erahnen konnten. Die entgegenkommenden Trucks, die die Piste in Staubwolken einhüllten, machten die Fahrt nicht wirklich einfacher. Das Ganze war ziehmlich abenteuerlich und wirkte sehr surreal.

Tiefpunkte gab es bisher natürlich auch, zum Glück aber nur wenige. Einer davon war das komplett misslungene Abendessen nach einem langen, anstrengenden Bike-Tag. Es gab Nudeln mit „selbstgemachter“ bzw. „selbst warmgemachter“ 🙂 Dosenlachs-Souce. Unglücklicherweise war der Dosenlachs komplett mit Haut und Knochen versetzt. Ungenießbar! Zum Glück hatten wir noch ein paar trockene Bagels dabei…

Die nächsten 10.000 km werden wir nun etwas langsamer weiter reisen. Wir werden demnächst die Grenze zur USA überqueren und in den Lower 48s einige Zeit in den Nationalparks verbringen. Ich freu mich schon riesig auf diesen Abschnitt unserer Tour!

Beitrag von: carmen.on.the.road

Die 100 Jahrfeier der Calgary Stampede

Da wir inzwischen kaum noch Profil auf unseren Hinterreifen hatten ( weniger als 1mm ), hatten wir für Mittwoch bereits einen Termin bei BMW Anderwerks zur Montage neuer Reifen vereinbart. Also brachten wir die Motorräder morgens zur Werkstatt, liessen sie dort stehen und machten uns auf den Weg zur 100 Jahrfeier des Calgary Stampede. Wir hatten bereits im Voraus Karten für das Rodeo reserviert.

Das Calgary Stampede ist eines der größten Rodeoevents weltweit, auch Weltmeisterschaften wurden hier schon ausgetragen. Auf dem Stampedegelände findet außerdem ein großes Volksfest statt, inklusive Bierzelte und Konzerte.

Um uns auf das bevorstehende Rodeo einzustimmen und etwas von unserem Travellook abzulenken, kauften wir uns im Stampede Stadion Cowboyhüte. Für anständige Cowboystiefel hat das Geld leider nicht mehr gereicht. Nun konnte das Rodeo beginnen. Wir suchten also unsere reservierten Plätze auf. Leider waren die Rodeos schon vor längerer Zeit fast komplett ausgebucht, so dass wir nur noch relativ schlechte Plätze reservieren konnten. Glücklicherweise war die Sicht auf die Arena dann doch besser als erwartet.

Das Rodeoevent startete zunächst mit einem Auftritt der Calgary Showband, worauf die berühmte, berittene Polizei Kanadas ihr Können auf den Pferden bewies. Darauf maßen sich die Cowboys und Cowgirls in den verschiedenen Disziplinen. Unter anderem gab es Wettbewerbe im Bullenreiten, Reiten auf wilden Pferden mit und ohne Sattel, Stier Wrestling, Fangen von Rindern mit dem Lasso und Pferderennen. Selbst für die Kleinen fanden eigene Wettkämpfe statt, z.B. Reiten auf wilden Kühen oder Fangen von wilden Ponys. Der Besuch der Rodeoshow hat sich für uns auf jeden Fall gelohnt und wir hatten auch nicht den Eindruck, dass die Tiere dabei übermäßig leiden.

Nach der Rodeoshow sind wir noch über das Volksfest gelaufen. Aufgrund der Einhundertjahrfeier war jedoch so großer Ansturm, dass wir uns nach kurzer Zeit entschieden haben, uns auf den Rückweg zu machen und die Motorräder abzuholen.

In der Werkstatt unterhielten wir uns noch mit den Mechanikern und anderen Kunden und lernten dabei Wayne kennen. Wayne ist total Motorrad begeistert und besitzt eine Sammlung von unterschiedlichen Motorrädern, die er uns auch netterweise bei sich zu Hause kurz zeigte. Zusammen mit seiner Frau Tina gingen wir dann gemeinsam in einem kleinen Thai Restaurant essen und unterhielten uns sehr nett. Da Wayne ein paar Jahre in Deutschland verbracht hat, kann er noch etwas Deutsch sprechen und freute sich über die Gelegenheit zum Üben. Die beiden fliegen jetzt nach Neufundland zu einer Hochzeitsfeier. Wir wünschen gute Reise! 🙂

Beitrag von: michasifi und carmen.on.the.road

Erster Schraubertag

Mittlerweile sind wir schon 10.000 km in Alaska und Kanada mit den Motorrädern gefahren. Laut BMW Wartungsplan stand nun der erste kleine Service auf unserer Reise an. Ursprünglich hatten wir geplant, den Service der Motorräder den Experten zu überlassen und wollten ihn zusammen mit der Montage der neuen Reifen hier bei einer lokalen BMW Werkstatt in Calgary machen lassen.

Da wir die Servicepreise in Kanada etwas unterschätzt hatten, entschlossen wir uns, die erste Wartung doch selbst durchzuführen. Glücklicherweise hatte Michael sich das BMW Wartungshandbuch runtergeladen. Also verbrachten wir gestern den ganzen Tag mit dem Schrauben an unseren Motorrädern.

An sich stellte sich die Wartung als relativ einfach heraus, selbst der 1. Ölwechsel klappte recht gut. Jedoch musste Micha beim ersten Versuch an seiner Maschine, seine Hose dem Ölgott opfern. 😉 Als es an Carmen’s Maschine ging, waren wir etwas schlauer. Allerdings trat ein weiteres Problem auf: Die Ölablaßschraube war extrem festgezogen und bereits etwas abgenutzt, so dass wir sie nicht mit dem mitgebrachten Gabelschlüssel lösen konnten. Also ging es auf in den Baumarkt, um einen 24er Steckschlüssel zu kaufen. Damit liess sich der Ölwechsel dann auch problemlos durchführen.

Damit hatten wir die komplette Wartung, wie im Wartungsplan durchgeführt, außer dem Prüfen bzw. Einstellen des Ventilspiels, da wir das hierfür benötigte Spezialwerkzeug nicht zur Verfügung hatten.

Nach dieser Wartung ist hoffentlich keine weitere Schrauberaktion bis Kalifornien mehr notwendig.

Beitrag von: michasifi und carmen.on.the.road

Das 17. Bundesland: Jasper und Banff

In Kitwanga am Ende des Cassier – Stewart Highways haben wir auf einem netten Campingplatz übernachtet. Wie immer haben wir uns nach der Bärengefahr erkundigt. Der zu Scherzen aufgelegte Campinghost belustigte sich über unsere Frage und meinte, dass es hier keine „Garbage Bears“ gäbe. Die sogenannten „Müllbären“ haben sich auf die Ernährung durch menschlichen Müll umgestellt und treiben sich daher nachts gerne auf Campingplätzen rum. Durch diese Aussage beruhigt, verbrachten wir den Abend auf der Wiese neben den Zelten. Als es bereits dunkel war, hörten wir aus Richtung der Müllcontainer ( in denen wir unsere widerlichen „Premium“ Lachsnudeln entsorgt hatten ), ein lautes Brummen. Nach länglicher Diskussion, ob es sich dabei, um Bären oder Brülleichhörnchen handelt, liessen wir die Frage offen, steckten uns Ohropax in die Ohren und gingen in die Zelte. Am nächsten Tag bestätigte der Campinghost unsere Vermutung, dass es sich dabei nicht um Brülleichhörnchen gehandelt hat.

Am nächsten Morgen besichtigten wir die Totempfähle von Kitwancool. Dort findet man eine ganze Sammlung von Totempfählen inmitten eines Indianerreservats.

Dann ging’s weiter Richtung Jasper Nationalpark. Kurz vor Parkeingang liefen uns doch tatsächlich zwei ausgewachsene Grizzly Bären vor die Motorräder. Nachdem die Bären die Straße verlassen hatten, fuhren wir vorsichtig weiter. Für ein Foto waren uns dieses Mal die Bären doch etwas zu groß und zu nah.

Im Park checkten wir frühzeitig im Whistlers Campingplatz ein, um von dort aus noch einen Abstecher zum malerischen Maligne Lake zu machen. Auf dem Rückweg kehrten wir im De’d Dog auf einen „Pub Burger“ für $ 6 inklusive Pommes ein ( unglaublich günstig für das ansonsten teure Kanada, insbesondere in dieser Touristengegend ). Während wir genüsslich unsere Burger verdrückten, startete neben uns eine kleine Feier. Es wurde das Bild eines älteren Kanadiers an der Wand aufgehängt und auf den Flatscreens wurden Fotos von ihm gezeigt. Auf Micha’s Frage, wie man denn zu der Ehre kommt, auf der Wand verewigt zu werden, kam die trockene Antwort vom Kellner: „You have to die!“ ( „Du musst sterben!“ ). Der Kanadier kam leider durch einen Motorradunfall vor ein paar Tagen ums Leben. 😦 Noch etwas bedrückt machten wir uns auf den Rückweg zum Campingplatz. Mittlerweile war es dunkel geworden und Zeit für eine Dusche. Etwas beängstigend waren die Elche, die direkt neben dem Weg zur Dusche im Gras lagen.

Unsere Fahrt ging weiter auf dem Icefield Parkway Richtung Süden in den Banff Nationalpark. Auf dem Weg dorthin kamen wir unter anderem an den Athabasca Wasserfällen und dem riesigen Columbia Eisfeld vorbei. Das Eisfeld ist eines der größten auf den amerikanischen Kontinenten und kann sogar mit Bussen befahren werden, was jedoch nicht in unser Budget passte. Das Highlight des Tages war eine kleine Wanderung zum Peyto Lake. Der fast unecht wirkende türkisfarbene See ist inmitten einer Berglandschaft gelegen. Das Foto rechts lässt die Schönheit des Sees nur erahnen. Je weiter man Richtung Süden fährt, um so touristischer wird es. Wir hatten das Gefühl, mehr Deutsche als Kanadier zu treffen. Viele von ihnen sind in den Sechzigern nach Kanada ausgewandert, andere verbringen nur ihren Jahresurlaub hier. Es kam uns vor, als wenn wir durch ein neues deutsches Bundesland fahren.

Auf Dauer nervt dieser extreme Tourismus schon etwas. Daher fuhren wir relativ zügig über Banff nach Calgary. Hier haben wir einen schönen Campingplatz gefunden ( sogar mit Swimmingpool ). Nach der ganzen Reiserei brauchen wir jetzt ein paar sesshafte Tage und bleiben erstmal hier.

Beitrag von: michasifi und carmen.on.the.road

Weiterfahrt in den Süden

Es wird endlich Zeit für warmes und trockenes Wetter. Wir haben ja schließlich Sommer. Also entschlossen wir uns schnellstmöglich Richtung Süden zu fahren. Um nicht die gleiche Strecke wie auf dem Hinweg zu fahren, wählten wir dieses Mal den Stewart – Cassier Highway für den Rückweg.

Eigentlich hatten wir die landestypischen langen, geraden Highways erwartet und wurden jedoch positiv überrascht: Der Stewart – Cassier Highway führt sehr kurvenreich durch schneebedeckte Gebirge, entlang von türkisen Seen und dichten Wäldern. Auf den Wiesen am Strassenrand „grasen“ hier und da Bären. Die Bären fressen zu unserem Erstaunen tatsächlich vorwiegend Gras zu dieser Jahreszeit, da die Lachs-Saison noch nicht begonnen hat.

Abends zelteten wir dann direkt am bildschönen Boya Lake, Sonnenuntergang inkusive. Dafür gab es leider keine Duschen. 😦 Endlich werden die Nächte langsam auch wieder dunkel. In den nördlichen Breitengraden war es 24 Stunden durch komplett hell, was dem Schlaf nicht gerade förderlich war.

Mittlerweile sind wir in Kitwanga am Ende des Highways angekommen. Morgen geht es weiter in Richtung Jasper Nationalpark.

Beitrag von: michasifi und carmen.on.the.road

Auf dem Top of the World Highway nach Dawson City

Als wir von Valdez wieder aufbrachen, bestätigte sich die Aussage der Einheimischen, nach der das Wetter in Valdez sehr wechselhaft sei. Es regnete bereits wie aus Eimern als wir die Zelte abbauten und unsere Sachen packten. Auf der Fahrt nach Tok wurde das Wetter auch nicht wirklich besser, es zog dichter Nebel auf, so dass die Weiterfahrt kaum noch möglich war. Irgendwie haben wir das dann doch überstanden und kamen schließlich kalt und durchnäßt abends in Tok an. Ein guter Abend, um sich endlich mal wieder ein warmes Motel inklusive Frühstück zu leisten. 🙂

Am nächsten Morgen entschlossen wir uns spontan auf dem unbefestigten Taylor- und Top-of-the-World Highway nach Dawson City zu fahren. Zwischen dem Taylor und dem Top-of-the-World Highway liegt der kleine Goldgräberort Chicken (kein Schreibfehler ;-)), in dem sich außer einer Kneipe, einer Tankstelle, einem Cafe und dem „Chicken Poop“ nicht viel befindet.

Der Top-of-the-World Highway hat seinen Namen zu Recht: Man fährt auf dem Kamm einer Bergkette entlang und hat nicht nur eine schöne Aussicht ins Tal, sondern auch eine für Motorradfahrer ganz interessante, kurvige Streckenführung.

Kurz vor der kanadischen Grenze war es dann endlich soweit: Michas „geniale“ Werkzeugfachkonstruktion (zur Erinnerung: das Abwasserrohr) fiel während der Fahrt vom Motorrad und das Werkzeug musste auf die beiden Koffer verteilt werden. Immerhin hat das Werkzeugfach ca. 7.000 km gehalten, anders ausgedrückt gerade mal 2,5 Wochen. 😉

In Kanada kamen wir dann in der Westernstadt Dawson City an. Die im ursprünglichen Zustand gehaltenen Gebäude geben einen guten Eindruck wie das Leben im 19. Jahrhundert gewesen sein muss. Selbst die Banken, Kneipen (Saloons) und das Casino sehen aus wie aus einem Western.

Die Überraschung war groß als wir Anja und Torsten, die wir schon aus Vancouver kannten, auf dem örtlichen Campingplatz wieder trafen. Mit Torsten waren wir dann abends noch auf ein Bier im Casino.

Beitrag von: michasifi und carmen.on.the.road

Free Camping in Anchorage

Auf der Fahrt vom Denali National Park nach Anchorage gerieten wir in übles Unwetter. Nach einigen Stunden sind wir komplett durchnäßt und durchgefroren in Anchorage angekommen. Hier war das Wetter zum Glück etwas besser, daher entschieden wir uns noch eine weitere Nacht zu campen. Das tolle ist, dass beim House of Harley Davidson Camping inklusive warmer Dusche 🙂 für alle Motorradreisenden kostenlos ist. Daher war unsere Überraschung groß, als wir den Campingplatz leer auffanden.

Dies sollte sich jedoch im Laufe des Abends ändern, als die drei Amerikaner Dick, Mike und Bob auf ihren Harleys eintrafen und ihre mobilen Anhängerzelte aufbauten. Die drei waren auf dem Weg zum Arctic Circle. Abends haben wir mit ihnen noch ein paar nette Motorradgeschichten ausgetauscht und die Unterhaltung morgens bei einem netten, gemeinsamen, typisch amerikanischen Frühstück fortgesetzt.

Da Micha noch immer mit kaputten Stoßdämpersimmerringen rumfährt, machten wir uns am Tag darauf auf die Suche nach einer geeigneten Werkstatt. Die örtliche BMW Werkstatt hatte zwar alle notwendigen Teile, aber auch eine drei Wochen lange Warteliste für die Reparatur. Das Abfahren weiterer Werkstätten führte auch nicht zum gewünschten Erfolg, da entweder die Werkstätten langfristig ausgebucht sind oder sie keine BMW Motorräder reparieren. Da wir keine drei Wochen in Anchorage verbringen wollen, haben wir einen Werkstatttermin in Calgary in zwei Wochen vereinbart. Bis Calgary sind’s ja nur noch 3.500 km, so lange muss der Stoßdämpfer noch halten. 😉

Heute abend waren wir in einem netten Lokal gleich neben dem House of Harley Davidson essen und sind doch tatsächlich Bud Spencer und Terence Hill begegnet. 😉 Wir schlossen daraufhin eine Wette ab, ob Carmen sich traut, die beiden zu fotografieren. Das Ergebnis seht ihr unten und schon ist Micha $ 5,50 ärmer und Carmen ein Alaska Amber reicher. 🙂

Beitrag von: michasifi und carmen.on.the.road

Bären – Es gibt sie doch!

Obwohl viele Reisende uns schon von den zahlreichen Bären hier am Alaska Highway berichteten, haben wir schon nicht mehr daran geglaubt, selbst welchen zu begegnen. Aber gestern war es endlich soweit: Ein ausgewachsener Schwarzbär lief vor unseren Motorrädern über den Alaska Highway. Um dieses Ereignis festzuhalten, sind wir natürlich sofort stehen geblieben, von den Motorrädern gesprungen und haben die Kamera (leider ohne Zoomobjektiv) gezückt. Dann haben wir uns mit schlotternden Knien an die Bären geschlichen, um ein paar Fotos zu machen. Die Ergebnisse könnt ihr unten bewundern.
Von nun an ging es Schlag auf Schlag weiter: Wir begneten mehreren Elchen, die sich weder von uns noch von unseren Motorrädern stören ließen. Später schlich eine ganze Bisonherde genüßlich vor uns über den Highway. Die Tiere waren sehr beeindruckend und man hat doch einen gehörigen Respekt vor ihnen, wenn sie nur wenige Meter von einem entfernt stehen.

Heute morgen ging’s über Watson Lake nach Whitehorse. In Watson Lake hat Micha im berühmten Schilderwald ein Zeichen hinterlassen, indem er sein altes Nummernschild angebracht hat. Am Schilderwald kann man erahnen, wie viele Reisende diesen Ort schon besucht haben. Es sind Schilder aus aller Welt zu sehen.

Beitrag von: michasifi und carmen.on.the.road

Auf dem Alaska-Highway Richtung Norden

Nachdem wir gestern im Grizzly-Inn nahe der Grizzly Road beim Bärensee übernachtet hatten (die Namen verhießen nichts Gutes, daher haben wir lieber nicht gezeltet 🙂 ), sind wir heute weiter Richtung Norden auf dem Alaska Highway gefahren. Das Wetter war sehr wechselhaft – allerdings hauptsächliche wechselhaft mies 🙂 . Es hat die meiste Zeit geregnet und es wurde je weiter wir in den Norden fuhren immer kälter. Ich habe ziehmlich viel Zeit auf dem Motorrad damit verbracht zu überlegen, was ich noch alles anziehen könnte. Am Ende des Tages hatte ich dann 4 Lagen an und ich kann nicht sagen, dass es warm war. Na ja, zum Glück fahren wir ja nur noch ca 4000 km weiter nördlich 🙂

Landschaftlich war es heute trotz des schlechten Wetters sehr beeindruckend, wenn auch für Motorradfahrer eher etwas trist, da es stundenlang geradeaus ging. Gefahr auf dem Mopped einzuschlafen bestand jedoch nicht, da Schlaglöcher, Dreck und Wild auf der Strasse die volle Aufmerksamkeit von uns verlangten. Ich hatte mich ziehmlich erschrocken als ein ausgewachsener Elch direkt vor mir auf der Strasse stand und langsam die Fahrbahn überquerte. Zum Glück konnte ich aber noch rechtzeitig bremsen.

Jetzt sind wir gerade in unserer Unterkunft für heute in der Nähe von Pink Mountain angekommen. Die Nudeln mit Chili-Souce stehen auf dem Kocher…. Ein perfekter Tag geht zu Ende…

Beitrag von: carmen.on.the.road

Ein guter Start :-)

Auf dem Flug nach Vancouver haben wir uns alle möglichen Schreckensszenarien ausgemalt. Kommt das Gepäck an, obwohl die Air Berlin Mitarbeiterin den Gepäckzettel nur an einen nicht wirklich festem Henkel befestigt hat? Halten die tollen Gewebestoffkoffer oder wird unser Gepäck irgendwo im Transportsystem verteilt? Werden beide Motorräder verladen, obwohl eins eigentlich ein bißchen zu breit ist? Klappt’s mit dem Zoll? Sind die Motorräder noch ok und springen an?

Glücklicherweise haben wir uns alle diese Sorgen umsonst gemacht, denn nach und nach lösten sich alle Schreckensgespenster in Luft auf. Gepäck und Motorräder sind heil angekommen und wir konnten noch am selben Tag die Motorräder aus dem Zoll holen. Danach war es ein supertolles Gefühl, auf den beiden Motorrädern durch Vancouver zum Hostel zu fahren. 🙂 Uns haben zwar leider die OpenStreet Maps ein wenig im Stich gelassen, aber dank einer neu erstandener Vancouver Karte haben wir das Hostel dann doch schnell gefunden.

Das Hostel ist ganz nett und es gibt ( wir ihr seht ) sogar WLAN. Heute haben wir uns Vancouver ein wenig angeschaut und sind zur körperlichen Ertüchtigung auf den Grouse Mountain gewandert. Allerdings wussten wir nicht genau worauf wir uns einlassen. Der Busfahrer sprach von einer 45 Minuten Wanderung, die sich später als fast 1,5 Stunden Wanderung mit 875 Höhenmetern herausstellte. Zum Glück war die Aussicht dann echt bescheiden. Es war neblig, hat geregnet und man hat nichts gesehen. 😉 Dennoch sind wir guter Dinge und packen nun unsere Sachen für die Weiterfahrt zum Bar Lake.

Beitrag von: michasifi und carmen.on.the.road

Abschiedsparty

Die Abreise rückt immer näher und um uns von unseren Freunden zu verabschieden, haben wir letzten Freitag eine kleine Abschiedsparty veranstaltet. Wir haben uns riesig gefreut, dass Verwandte, Freunde und Kollegen von nah und fern gekommen sind. Hier eine kleine Fotoauswahl ( einfach auf’s Bild klicken ):

Morgen bringen wir die Motorräder zum Flughafen nach Düsseldorf. Wir freuen uns auf’s Wiedersehen im nächsten Jahr! 🙂

Beitrag von: michasifi und carmen.on.the.road

Sicherheit geht vor!

Zur Vorbereitung unserer Reise haben wir letztes Wochenende einen Erste Hilfe Kurs in Stuttgart-Degerloch beim Deutschen Roten Kreuz besucht. Eigentlich haben wir einen todlangweiligen, trockenen Theoriekurs erwartet und sind dementsprechend schlecht gelaunt, Samstag morgens um 07:30 Uhr in die S – Bahn gestiegen.
Aber bereits auf dem Weg zum Schulungsort des DRK haben wir zwei nette, junge Mädels kennengelernt, die sich auch schon tierisch auf diesen Kurs „freuten“. 😉
Als wir dann den frischen Kaffee im Schulungsraum entdeckten, sah der Tag schon viel rosiger aus. Dank realistisch aussehender Schnittwunden, Verbrennungen und ohnmächtigen Teilnehmern in der Toilette, war der Kurs viel praxisnäher und interessanter als wir vorher erwartet haben.
An sich fühlen wir uns jetzt auch relativ sicher, da wir von Druckverbänden bis zur Herz – Lungen Massage alles gelernt haben. Als der Kursleiter dann allerdings sagte, dass nur 2% aller Rettungsaktionen ohne Spätschäden enden, wurde unser Enthusiasmus doch etwas gedämpft.
Insgesamt hat der Kurs dann doch viel Spaß gemacht. Hoffentlich werden wir die erlernten Kenntnisse nie brauchen.
Unten gibt’s noch ein paar Fotos von dem Kurs:

Beitrag von: michasifi und carmen.on.the.road

Team Rasende Klapperscheese On Tour Again!

Jetzt gibt’s kein „Zurück“ mehr! Das „Leave of Absence“ ist unterschrieben. Ab Juli 2012 sind wir offiziell arbeits- und obdachlos. 😉 Unser gewohntes, angenehmes Büroleben tauschen wir dann ein gegen 9 Monate Freiheit, Abenteuer, langen und endlosen Asphalt, billige Hostels, das Fehlen von sanitären Anlagen, im besten Falle Wasser & Brot zur Nahrungsaufnahme und zahlreiche Gefahren… Wir freuen uns schon tierisch!! 🙂

Die Flüge sind schon gebucht und in der Hoffnung, dass Air Berlin nicht pleite geht, fliegen wir am 13. Juni 2012 zum Startpunkt unserer Reise nach Vancouver. Von dort geht es erstmal nach Norden bis Coldfoot ( vielleicht auch Deadhorse ), Alaska und ab dann nur noch Richtung Süden nach Feuerland. Der südlichste Punkt wird Ushuaia in Argentinien sein.

Während dieser Tour werden wir von unseren (hoffentlich zahlreichen) Erlebnissen und (hoffentlich weniger zahlreichen) Mißgeschicken in diesem Blog berichten. Um euch ein möglichst objektives Bild von der Tour zu vermitteln, haben wir uns vorgenommen, abwechselnd zu bloggen.

Bis zum Abflug ist noch einiges zu planen und zu erledigen, aber auch darauf freuen wir uns schon. Mehr davon bald in diesem Blog…! 🙂

Micha & Carmen alias Team „Rasende Klapperscheese“

Beitrag von: michasifi und carmen.on.the.road