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Carmen’s Fazit nach 2 Monaten und 20.000 km

Eigentlich hatten wir uns ja vorgenommen nach einem Monat und 10.000 km etwas langsamer zu reisen. Soweit jedenfalls der Plan 😉 . Mittlerweile sind wir nun 2 Monate unterwegs und haben ca. 20.000 km auf dem Tacho. Gefühlt sind wir tatsächlich langsamer gereist, da wir häufig mehrere Tage an einem Ort geblieben sind. Jedoch sind wir dann vor Ort recht viel umhergefahren, so dass wir mehr oder weniger auf den gleichen durchschnittlichen Tageskilometersatz gekommen sind. Wenn wir weiterhin so viel fahren, brauche ich mir nach 11 Monaten keine Gedanken mehr über den Rücktransport meines Bikes zu machen und kann es gleich in Südamerika verschrotten lassen 😉

Voraussetzung ist natürlich, dass mein Motorrad so lange durchhält. Nach den letzten Reparaturen hier in Kalifornien, habe ich erste Zweifel bekommen. Seit Beginn unserer Panamerikana Tour habe ich bereits 1600 Euro in das Bike investiert. Der grösste Anteil ging zwar für die normale Wartung bzw. Verschleissteile drauf wie z.B. 2 Sätze neue Reifen, neue Kette, Kettenritzel, Öl- und Luftfilter, Einstellen des Ventilspiels, aber es musste auch das Lenkkopflager und der Lüftermotor für ca 600$ ausgetausch werden. Na ja, immerhin läuft mein Bike nun wieder wie am ersten Tag. Abgesehen von der teuren Wartung, bin ich mit meiner Maschine aber sehr zufrieden.

Vor der Reise hatte ich in vielen Blogs gelesen, dass viele Motorradreisende zwar an allem Sparen, nur nicht an der Ausrüstung. Das kann ich mittlerweile sehr gut nachvollziehen. Ich entdecke jede Woche ein neues Ausrüstungsteil, das zerfällt. Insbesondere die Regensachen halten dem Stresstest nicht stand. Sehr begeistert bin ich jedoch bisher von meiner Olympus Kamera! Für eine Systemkamera mit relativ kleinem Sensor macht sie meiner Meinung nach erstaunlich gute Fotos – jedenfalls technisch gesehen 😉

Nach nun 2 Monaten auf Reisen verschieben sich langsam meine Prioritäten. Ich freue mich über jede saubere Dusche am Abend und gesundes Essen wird immer wichtiger. Daher erstaunt es auch nicht, dass mein zweitgrößter Ausgabenblock (nach den Kosten für’s Bike) mittlerweile Lebensmittel sind. Insbesondere hier in Kalifornien gibt es aber auch eine extrem große Auswahl an sehr guten Restaurants und Bars.

Da ich vor ca. 10 Jahren für fast ein Jahr hier in Kalifornien gewohnt habe, ist für mich San Jose fast wie ein zweites zuhause. Die Zeit in der Bay Area hat mich an viele tolle Erlebnisse erinnert. Daher habe ich auch insbesondere die Tage in Kalifornien sehr genossen. Heute, ein Tag vor der Ausreise aus Kalifornien, fühlt es sich fast wie ein zweiter Abschied an. Aber natürlich freue ich mich auch schon riesig auf Mexiko, den nächsten Abschnitt unserer Reise. Ab Mexiko wird sicherlich einiges anders werden. Insbesondere die Sprache – Spanisch – stellt eine grosse Herausforderung dar. Aber zum Glück habe ich ja bereits einen Spanisch Online-Kurs belegt 😉

Beitrag von: carmen.on.the.road
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Michas Fazit nach 2 Monaten und 20.000 km

Schon wieder ist ein Monat vergangen und weitere 10.000 km haben sich auf dem Tacho angesammelt. Wenn wir so weiter machen, was ich nicht wirklich glaube, würde ich die amerikanischen Kontinente mit 90.000 km verlassen, da meine Reise ja auf 9 Monate angesetzt ist. Trotz dieser Geschwindigkeit, macht mir das Reisen immer noch sehr viel Spaß und das Urlaubsgefühl hat mich ehrlich gesagt immer noch nicht ganz verlassen, auch wenn sich inzwischen doch bei vielem Routine einstellt.

Im letzten Monat haben wir ausschließlich die sogenannten „Lower 48“, also die 48 Staaten der USA zwischen Kanada und Mexiko, bereist. In dieser Zeit haben wir so viel gesehen, dass ich erstmal den Blog überfliegen musste und mir Stichworte gemacht habe, um die Nationalparks, Städte, Sehenswürdigkeiten und Geschichten, die wir erlebt haben, wieder in Erinnerung zu rufen.

Die zahlreichen Nationalparks der USA sind unglaublich vielseitig und bieten zahllose Sehenswürdigkeiten. Jedoch stellt sich bei aller Schönheit und Vielseitigkeit mit der Zeit ein Sättigungsgefühl ein. Mathias, ein Motorradreisender aus Stuttgart, den wir vor der Reise bereits über ein Forum kennenlernten, hatte uns schon mit Recht vorgewarnt. Zum Schluss hatte ich auf Nationalparks, so schön sie auch sind, eigentlich keine Lust mehr und freute mich auf unseren etwas längeren Aufenthalt in Kalifornien.

Auf dem Weg dorthin startete unsere kleine Problemserie mit den Motorrädern. Natürlich war uns klar, dass wir Ketten und Reifen wechseln mussten. Dazu kamen allerdings noch weitere kleine Schäden, wie kaputte Lenkkopf- und Radlager, der defekte Lüftermotor und ein leckender Kühler. Zum Glück gab uns Ben den Tip mit Dave’s Garage, der uns trotz vollen Terminkalenders dazwischenschob und half wo er nur konnte.

Zudem hatte ich auch das Gefühl, mich dem alten Kontinent, Europa, zu nähern, je weiter wir uns der Pazifikküste Kaliforniens näherten. Die Menschen werden von der Mentalität europäischer ( im Guten wir im Schlechten 😉 ), sie fahren kleinere und stellenweise auch europäische Autos, das Essen wird viel internationaler und man arbeitet in so ’sinnvollen‘ 😉 Berufen, wie die Leute in Stuttgart, sprich: in der IT Branche oder als Ingenieur. Als wir dann noch Freunde und Kollegen im Silicon Valley besuchten, kam ich mir fast vor wie zu Hause ( das Wetter machte der vollständigen Illusion dann doch einen Strich durch die Rechnung 😉 ).

Um so krasser wird – denke ich – der Wechsel in den spanisch sprechenden Teil des Kontinents werden. Morgen geht’s nach Mexiko. Ich bin sehr gespannt auf das, was wir in Mittelamerika erleben werden und freue mich auf die Abwechslung und auch die Herausforderungen, die ohne Zweifel auf uns warten

Beitrag von: michasifi