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Durch Regen und Sturm ans Ziel

Heute stand eine lange Fahrt vor uns: Von El Calafate fuhren wir bei schlechtem Wetter die 300km nach Rio Gallegos, um von dort aus nach Chile einzureisen. Nachdem wir die Einreiseprozedur hinter uns gebracht hatten, ging es weiter zum Faehrhafen, um von dort aus nach Feuerland ueberzusetzen. Fuer die Faehre benoetigte man keine Vorreservierung. Man stellte sich einfach hinten an der Schlange wartender Fahrzeuge an und innerhalb einer halben Stunde legten wir ab. Die Ueberfahrt dauerte ca. 15 Minuten und dann befanden wir uns endlich auf Feuerland!

Das Wetter wurde leider nicht besser. Bei Regen und Wind fuhren wir weiter Richtung Ushuaia. Leider mussten wir hierfuer ca 120 km unbefestigte Strasse hinter uns bringen. Die Piste war eine der schlechtesten, die wir bisher auf der Tour erlebt hatten. Man holperte von Schlagloch zu Schlagloch und ueberquerte unendlich viele Pfuetzen und Wellblechabschnitte.

Komplett durchnaesst und verfroren kamen wir am Grenzuebergang San Sebastian zurueck in Argentinien an. Die Grenzprozedur verlief zwar relativ schnell, aber mittlerweile war es schon 20Uhr und es regnete weiterhin in Stroemen. Die erwartete Stadt San Sebastian stellte sich leider nur als eine Grenzstation mit angeschlossener Tankstelle und Hotel heraus. Da die naechste richtige Stadt – Rio Grande – noch 80km entfernt war, beschlossen wir in den sauren Apfel zu beissen und in dem ueberteuerten Hotel zu uebernachten. Auch ein paar andere Reisende, die wir bereits unterwegs getroffen hatten, waehlten dieses Hotel. So verbrachten wir mit ihnen noch einen netten Abend im Hotelrestaurant.

Ueber Nacht klarte das Wetter auf und so fuhren wir bei herrlichen Sonnenschein auf unserer letzten Etappe weiter ueber Rio Grande in Richtung Ushuaia. Etwa 80km vor Ushuaia ueberholte uns ploetzlich ein winkender Motorradfahrer mit schweizer Nummernschild. Es handelte sich um Georg, den wir von der Ueberfahrt mit der Stahlratte kannten. Nach einer herzlichen Begruessung fuhren wir die restlichen paar Kilometer zusammen bis zu unserem Ziel Ushuaia.

Da das Wetter in den Bergen Feuerlands mittlerweile wieder umgeschlagen war und wir wieder total durchfroren waren, kehrten wir in Ushuaia als Erstes in ein nettes Café ein. Nach der kleinen Aufwaermung fuhren wir durch den Nationalpark Tierra del Fuego bis zum Ende der Ruta 3. So waren wir nach 6,5 Monaten und fast 50.000 km an unserem Ziel angekommen.

Tierra del Fuego

Auf dem Rueckweg in die Stadt kamen uns 2 Motorradfahrer entgegen, die Carmen bereits ueber Facebook kennengelernt hatte und die wir nun zum ersten mal im Real Life trafen. Claudia und Werner reisen mit ihren BMWs durch Suedamerika und planen wie Carmen die Segeltour auf der Stahlratte durch die Karibik im April mitzumachen. Wir entschlossen uns spontan alle zusammen auf einen Kaffee ins Visitor-Center zu fahren und tauschten Erfahrungen aus.

Am spaeten Nachmittag rissen wir uns endlich los und fuhren zum Campingplatz Rio Ripo, auf dem sich alljaehrlich die Motorradreisenden zwischen Weihnachten und Silvester treffen. Hier blieben wir ein paar Tage und rutschten mit vielen anderen Reisenden ins neue Jahr 2013.

Ankunft in Ushuaia

Beitrag von: michasifi und carmen.on.the.road
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