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On the road

Gestern am Freitag ging’s endlich mit den Motorrädern so richtig auf die kanadischen Highways! Leider mussten wir vorher erst ein paar kleine Besorgungen machen, da – oh Wunder – unsere Ausrüstung noch nicht ganz vollständig war. 😉 Wir brauchten noch einen Reservekanister, Kettenspray und CO2 Patronen ( für die Reifennotfallpumpe ). Um diese Kleinigkeiten zu besorgen, starteten wir unsere Odyssee durch Vancouver. Im Internet hatten wir erfahren, dass es CO2 Patronen beim Walmart geben soll, nur wusste dort keiner etwas davon. Immerhin gab es dafür einen Reservekanister. Nächste Station: Tankstelle. Dort wollten wir Luft prüfen, aber der etwas seltsame Luftprüfer, der übrigens nur nach Einwurf von 50 Cent funktioniert, zeigt den Druck nur in PSI an. Wie war die Umrechnungsformel nochmal? Also gut, dann halt: Luft drauf, eigenen Druckmesser dran, Luft wieder runter bis es passt. Weiter ging’s zum großen Motorradhändler. Der hatte immerhin schon mal Kettenspray. Das war zwar original von Harley Davidson, dafür aber Öl und kein Fett. Naja, wird schon gehen. CO2 Patronen hatte der nur im Reparaturset für $ 49,95. Also weiter zu Canada Tires. Auf dem Weg dorthin, hielten wir bei einem Fahrradladen an und siehe da: Der hatte die CO2 Patronen. Zudem war der Verkäufer super nett und wollte gleich unsere Internetadresse und ein Foto von uns. 🙂

Endlich konnten wir dann los fahren Richtung Norden ( also quasi zum Startpunkt der eigentlichen Reise ). Die 99 fing sehr schön an, mit kurvigen Straßen am Meer. Dann ging’s in die Berge nach Whistler. Überall trafen wir Motorradfahrer und wurden ausgefragt, wer wir sind, wo wir herkommen und wohin es gehen soll. Überhaupt sind die Kanadier super nette Menschen, jeder bietet einem Hilfe an und gibt Tips. Weiter ging’s dann bis nach Clinton, wo wir uns für die Nacht einen netten kleinen Campingplatz gesucht haben. Da das Camping uns wider Erwarten doch ganz gut gefallen hat ( und man auf so einer Reise sowieso etwas nach dem Geld schauen muss ), haben wir dann gleich unsere Hostelbuchung für Samstag in Prince George wieder storniert. So können wir Geld sparen und etwas weiter fahren. Dachten wir jedenfalls. 😉

Am Samstag fuhren wir dann auf der 97 weiter Richtung Norden. Leider fing der Tag relativ kühl und mit leichtem Regen an und die Straße war auch nicht sonderlich interessant. Weder fahrtechnisch noch landschaftlich waren besondere Highlights zu erkennen. Später wurde das Wetter dann besser und die Sonne kam raus. Als wir dann in Prince George ankamen, waren allerdings schon dunkle Wolken überall zu sehen und nachdem zwei Leute uns von einer Weiterfahrt in Richtung Küste abrieten, änderten wir unseren Plan und fuhren direkt Richtung Norden. Zunächst schien sich diese Entscheidung als die richtige herauszustellen, dann aber kamen wir in ein Weltuntergang-ähnliches Unwetter und kehrten im nächstliegenden Motel für einen unser Budget sprengenden Preis ein. Jetzt bollert hier die Heizung und versucht mit letzter Kraft unsere Klamotten zu trocken.

Morgen geht’s weiter Richtung Norden. Der Wetterbericht verspricht nicht viel Gutes, aber die Hoffnung stirbt zuletzt. 😉

Beitrag von: michasifi
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Ein guter Start :-)

Auf dem Flug nach Vancouver haben wir uns alle möglichen Schreckensszenarien ausgemalt. Kommt das Gepäck an, obwohl die Air Berlin Mitarbeiterin den Gepäckzettel nur an einen nicht wirklich festem Henkel befestigt hat? Halten die tollen Gewebestoffkoffer oder wird unser Gepäck irgendwo im Transportsystem verteilt? Werden beide Motorräder verladen, obwohl eins eigentlich ein bißchen zu breit ist? Klappt’s mit dem Zoll? Sind die Motorräder noch ok und springen an?

Glücklicherweise haben wir uns alle diese Sorgen umsonst gemacht, denn nach und nach lösten sich alle Schreckensgespenster in Luft auf. Gepäck und Motorräder sind heil angekommen und wir konnten noch am selben Tag die Motorräder aus dem Zoll holen. Danach war es ein supertolles Gefühl, auf den beiden Motorrädern durch Vancouver zum Hostel zu fahren. 🙂 Uns haben zwar leider die OpenStreet Maps ein wenig im Stich gelassen, aber dank einer neu erstandener Vancouver Karte haben wir das Hostel dann doch schnell gefunden.

Das Hostel ist ganz nett und es gibt ( wir ihr seht ) sogar WLAN. Heute haben wir uns Vancouver ein wenig angeschaut und sind zur körperlichen Ertüchtigung auf den Grouse Mountain gewandert. Allerdings wussten wir nicht genau worauf wir uns einlassen. Der Busfahrer sprach von einer 45 Minuten Wanderung, die sich später als fast 1,5 Stunden Wanderung mit 875 Höhenmetern herausstellte. Zum Glück war die Aussicht dann echt bescheiden. Es war neblig, hat geregnet und man hat nichts gesehen. 😉 Dennoch sind wir guter Dinge und packen nun unsere Sachen für die Weiterfahrt zum Bar Lake.

Beitrag von: michasifi und carmen.on.the.road