Beiträge mit Schlagwort “USA

Carmen’s Fazit nach 2 Monaten und 20.000 km

Eigentlich hatten wir uns ja vorgenommen nach einem Monat und 10.000 km etwas langsamer zu reisen. Soweit jedenfalls der Plan 😉 . Mittlerweile sind wir nun 2 Monate unterwegs und haben ca. 20.000 km auf dem Tacho. Gefühlt sind wir tatsächlich langsamer gereist, da wir häufig mehrere Tage an einem Ort geblieben sind. Jedoch sind wir dann vor Ort recht viel umhergefahren, so dass wir mehr oder weniger auf den gleichen durchschnittlichen Tageskilometersatz gekommen sind. Wenn wir weiterhin so viel fahren, brauche ich mir nach 11 Monaten keine Gedanken mehr über den Rücktransport meines Bikes zu machen und kann es gleich in Südamerika verschrotten lassen 😉

Voraussetzung ist natürlich, dass mein Motorrad so lange durchhält. Nach den letzten Reparaturen hier in Kalifornien, habe ich erste Zweifel bekommen. Seit Beginn unserer Panamerikana Tour habe ich bereits 1600 Euro in das Bike investiert. Der grösste Anteil ging zwar für die normale Wartung bzw. Verschleissteile drauf wie z.B. 2 Sätze neue Reifen, neue Kette, Kettenritzel, Öl- und Luftfilter, Einstellen des Ventilspiels, aber es musste auch das Lenkkopflager und der Lüftermotor für ca 600$ ausgetausch werden. Na ja, immerhin läuft mein Bike nun wieder wie am ersten Tag. Abgesehen von der teuren Wartung, bin ich mit meiner Maschine aber sehr zufrieden.

Vor der Reise hatte ich in vielen Blogs gelesen, dass viele Motorradreisende zwar an allem Sparen, nur nicht an der Ausrüstung. Das kann ich mittlerweile sehr gut nachvollziehen. Ich entdecke jede Woche ein neues Ausrüstungsteil, das zerfällt. Insbesondere die Regensachen halten dem Stresstest nicht stand. Sehr begeistert bin ich jedoch bisher von meiner Olympus Kamera! Für eine Systemkamera mit relativ kleinem Sensor macht sie meiner Meinung nach erstaunlich gute Fotos – jedenfalls technisch gesehen 😉

Nach nun 2 Monaten auf Reisen verschieben sich langsam meine Prioritäten. Ich freue mich über jede saubere Dusche am Abend und gesundes Essen wird immer wichtiger. Daher erstaunt es auch nicht, dass mein zweitgrößter Ausgabenblock (nach den Kosten für’s Bike) mittlerweile Lebensmittel sind. Insbesondere hier in Kalifornien gibt es aber auch eine extrem große Auswahl an sehr guten Restaurants und Bars.

Da ich vor ca. 10 Jahren für fast ein Jahr hier in Kalifornien gewohnt habe, ist für mich San Jose fast wie ein zweites zuhause. Die Zeit in der Bay Area hat mich an viele tolle Erlebnisse erinnert. Daher habe ich auch insbesondere die Tage in Kalifornien sehr genossen. Heute, ein Tag vor der Ausreise aus Kalifornien, fühlt es sich fast wie ein zweiter Abschied an. Aber natürlich freue ich mich auch schon riesig auf Mexiko, den nächsten Abschnitt unserer Reise. Ab Mexiko wird sicherlich einiges anders werden. Insbesondere die Sprache – Spanisch – stellt eine grosse Herausforderung dar. Aber zum Glück habe ich ja bereits einen Spanisch Online-Kurs belegt 😉

Beitrag von: carmen.on.the.road
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Michas Fazit nach 2 Monaten und 20.000 km

Schon wieder ist ein Monat vergangen und weitere 10.000 km haben sich auf dem Tacho angesammelt. Wenn wir so weiter machen, was ich nicht wirklich glaube, würde ich die amerikanischen Kontinente mit 90.000 km verlassen, da meine Reise ja auf 9 Monate angesetzt ist. Trotz dieser Geschwindigkeit, macht mir das Reisen immer noch sehr viel Spaß und das Urlaubsgefühl hat mich ehrlich gesagt immer noch nicht ganz verlassen, auch wenn sich inzwischen doch bei vielem Routine einstellt.

Im letzten Monat haben wir ausschließlich die sogenannten „Lower 48“, also die 48 Staaten der USA zwischen Kanada und Mexiko, bereist. In dieser Zeit haben wir so viel gesehen, dass ich erstmal den Blog überfliegen musste und mir Stichworte gemacht habe, um die Nationalparks, Städte, Sehenswürdigkeiten und Geschichten, die wir erlebt haben, wieder in Erinnerung zu rufen.

Die zahlreichen Nationalparks der USA sind unglaublich vielseitig und bieten zahllose Sehenswürdigkeiten. Jedoch stellt sich bei aller Schönheit und Vielseitigkeit mit der Zeit ein Sättigungsgefühl ein. Mathias, ein Motorradreisender aus Stuttgart, den wir vor der Reise bereits über ein Forum kennenlernten, hatte uns schon mit Recht vorgewarnt. Zum Schluss hatte ich auf Nationalparks, so schön sie auch sind, eigentlich keine Lust mehr und freute mich auf unseren etwas längeren Aufenthalt in Kalifornien.

Auf dem Weg dorthin startete unsere kleine Problemserie mit den Motorrädern. Natürlich war uns klar, dass wir Ketten und Reifen wechseln mussten. Dazu kamen allerdings noch weitere kleine Schäden, wie kaputte Lenkkopf- und Radlager, der defekte Lüftermotor und ein leckender Kühler. Zum Glück gab uns Ben den Tip mit Dave’s Garage, der uns trotz vollen Terminkalenders dazwischenschob und half wo er nur konnte.

Zudem hatte ich auch das Gefühl, mich dem alten Kontinent, Europa, zu nähern, je weiter wir uns der Pazifikküste Kaliforniens näherten. Die Menschen werden von der Mentalität europäischer ( im Guten wir im Schlechten 😉 ), sie fahren kleinere und stellenweise auch europäische Autos, das Essen wird viel internationaler und man arbeitet in so ’sinnvollen‘ 😉 Berufen, wie die Leute in Stuttgart, sprich: in der IT Branche oder als Ingenieur. Als wir dann noch Freunde und Kollegen im Silicon Valley besuchten, kam ich mir fast vor wie zu Hause ( das Wetter machte der vollständigen Illusion dann doch einen Strich durch die Rechnung 😉 ).

Um so krasser wird – denke ich – der Wechsel in den spanisch sprechenden Teil des Kontinents werden. Morgen geht’s nach Mexiko. Ich bin sehr gespannt auf das, was wir in Mittelamerika erleben werden und freue mich auf die Abwechslung und auch die Herausforderungen, die ohne Zweifel auf uns warten

Beitrag von: michasifi

Der letzte Nationalpark vor Mexiko

Obwohl wir durch unser intensives Nationalpark Hopping eigentlich an Nationalparks gesättigt sind, hatten wir nach unserem längeren Aufenthalt im Silicon Valley doch das Gefühl wieder etwas aufnahmefähiger zu sein. So war unser Plan für heute, den Joshua Tree Nationalpark im Süden von Kalifornien zu besichtigen.

Wie der Name schon leicht andeutet, gibt es im Joshua Tree Nationalpark „Joshua Trees“ ( Pflanzengattung aus der Familie der Spargelgewächse ). Zu den Joshua Trees gesellen sich noch Kakteen und Steine, ansonsten gibt es nicht viel zu sehen. Dennoch hat uns der Nationalpark aufgrund der netten, teilweise unbefestigten, Strassen ganz gut gefallen. Wegen der hohen Temperaturen im Park ( laut Wetterbericht 38 Grad Celsius ) hielten wir es jedoch nicht allzu lange aus.

Auf dem Rückweg fuhren wir am „San Gorgonio Pass Windpark“ vorbei, der aus über 3000 Windrädern besteht. Diese Menge an Windrädern in dieser Wüstenlandschaft vermitteln einen surrealen Eindruck. Nach einem kurzen Stop in Palm Springs ( leider haben wir den Spring Break verpasst 😉 ) beendeten wir den Tag dort wo wir ihn angefangen hatten: im Starbucks. 😉

Beitrag von: michasifi und carmen.on.the.road

Keine Chance in Hollywood ;-)

Auch am nächsten Tag fuhren wir weiter auf dem Hwy 1 an der Küste entlang. In Santa Barbara machten wir unsere erste Pause. Direkt am Pier genossen wir eine leckere Pizza und schauten uns das Treiben auf dem Steg an. Carmen entdeckte einen einsamen Pelikan, der in Ruhe sein Federkleid putzte. Kaum hatte Carmen ihre Kamera rausgeholt, kamen die Paparazzi aus allen Ecken, um den Vogel auch zu fotografieren ;-), was den Vogel jedoch nicht aus seiner Ruhe brachte.

Auf der Weiterfahrt lernten wir die unangenehmen Seiten von L.A kennen. Im Schneckentempo schlichen wir auf der sechsspurigen Küstenstrasse an den Stränden von L.A. entlang. Unser ursprünglicher Plan war es, südlich von Los Angeles am Strand zu campen. Aufgrund des Staus kamen wir jedoch nur sehr langsam voran und es dämmerte bereits als wir durch Long Beach fuhren.  Da uns die Gegend nicht ganz geheuer war und wir auch wenig Lust hatten, im Dunkeln weiter zu fahren, checkten wir in einem Motel 6 ein.

Carmen’s Urteil nach hat Los Angeles wenig Flair, aber da Micha vorher noch nie in L.A. war, beschlossen wir, am nächsten Tag zum Hollywood Boulevard zu fahren. Dort angekommen war es erstmal Zeit für ein Frühstück bei Starbucks. Im Starbucks wurden wir sofort von einem (laut Carmen ;-)) gutaussehenden Agenten begrüsst, der uns jedoch leider kein Angebot für eine Hauptrolle machte. 😉 Stattdessen wurden wir von einer Art Schauspiellehrer vollgequatscht, der uns fragte, bei welchen Produktionsfirmen wir schon vorgesprochen hätten. Allerdings sind wir uns über den Inhalt des Gesprächs nicht 100%ig im Klaren, da der Typ so zugedröhnt war, dass wir ihn kaum verstanden haben.

Gestärkt für den Tag fuhren wir mit unseren Motorrädern auf dem Hollywood Boulevard entlang zum Chinese Theatre. Dort sperrte Carmen kurzerhand die zweispurige Strasse, um die (im Halteverbot parkenden) Motorräder vor dem Theater zu fotografieren.

Nachdem wir unser Fotoshooting beendet hatten und ein genervter Autofahrer schon gehupt hatte, gaben wir die Strasse wieder frei, um die nächsten Stunden an den Stränden von L.A. zu verbringen. Bei Hunting Beach sprang Carmen zwischen den Surfern in die Wellen, um sich abzukühlen. Danach relaxten wir in der Nähe des Piers im Schatten. Trotz Schatten und Sonnenschutzfaktor 55 verbrannte Carmen sich leicht. Daher beschloss sie auf Sonnenschutzfaktor 85+ umzusteigen. Falls dieser nicht ausreichen sollte, gibt es hier auch noch SF 100+ zu kaufen.

Am späten Nachmittag machten wir uns auf den Weg via Hwy 74 Richtung Banning, wo wir für die Nacht unsere Zelte aufschlugen.

Beitrag von: michasifi und carmen.on.the.road

Abschied von der Bay Area

Am Montag war nun Micha’s Bike zum Einstellen der Ventile in Dave’s Werkstatt. Anfänglich sah auch alles gut aus und wir glaubten, dass wir das Motorrad am Abend wieder abholen können. Wie so häufig auf dieser Reise, kam es anders als gedacht: Dave meldete sich telefonisch und teilte uns mit, dass Micha’s Kühler ein Leck hat und seine hinteren Radlager defekt sind. Die Radlager konnte Dave sofort ersetzen, jedoch musste er den Kühler zum Löten bringen. Also fuhren wir unverrichteter Dinge zurück zum Campingplatz nach Santa Cruz. Dieses Mal wurde Micha auf den Rücksitz verbannt und konnte die Aussicht auf der Rückfahrt über den Skyline Boulevard „geniessen“.

Am nächsten Tag hatten wir mehr Glück: Am Abend konnten wir das Bike wie versprochen abholen. Den Aufenthalt in Dave’s Werkstatt haben wir auch gleich genutzt, um zwei Sätze neue Heidenau K60 Scout Reifen aufziehen zu lassen. Bei den Heidenau K60 Scout Reifen handelt es sich um eine Mischung aus Straßen und Geländereifen mit Stollenprofil. Daher sind sie etwas gewöhnungsbedürftig. Bei schnellerer Fahrt klingen sie wie defekte Radlager, wurden uns aber aufgrund ihrer Haltbarkeit und der guten Geländeeigenschaften von vielen Motorradreisenden empfohlen.

Da wir am nächsten Tag die Bay Area verlassen wollten, trafen wir uns abends zum Abschied mit Ben zum Essen und auf einen Drink. Die Zeit verging wie im Fluge. Wir waren total überrascht, dass es schon nach Mitternacht war, als wir die Kneipe verliessen. So mussten wir wieder einmal bei Nacht und Nebel zum Campingplatz bei Santa Cruz fahren. Als wir dann endlich ankamen, war es bereits gegen 2 Uhr.

Da es den Abend so spät geworden war, kamen wir am nächsten Tag erst gegen Mittag los und fuhren auf dem Highway 1 Richtung Süden. An der Küste war es die meiste Zeit ziemlich neblig, erst als wir beim Julia Pfeiffer Burns State Park ankamen, riss die Nebeldecke auf.

Übernachtet haben wir dieses Mal direkt am Strand, auf dem Morro Bay Beach Campground. Wenn es auch noch Duschen gegeben hätte, wäre es ein perfekter Campingplatz gewesen.

Beitrag von: michasifi und carmen.on.the.road

Wochenendtour nach Lake Tahoe

Die ganze letzte Woche haben wir in der San Francisco Bay Area verbracht, um verschiedene Freunde und Kollegen, die in Kalifornien leben und arbeiten, zu treffen. Da unser Motel nicht weit von der kalifornischen Niederlassung unseres Arbeitgebers entfernt ist, haben wir die Gelegenheit genutzt und auch dort kurz vorbeigeschaut.  Nebenbei haben wir noch den 20.000 km Service an unseren Motorrädern durchgeführt. Im Prinzip haben wir alles selbst gemacht außer dem Einstellen der Ventile, da diese Arbeit BMW Spezialwerkzeug erfordert. Letzteres haben wir bei Dave, dem Besitzer von DJ – Cycles, durchführen lassen. Obwohl wir einen super Preis bei Dave bekommen haben, war der Service echt super. Er hat sogar unsere Motorräder nochmal durchgecheckt und gewaschen. Wir können Dave’s Werkstatt nur weiter empfehlen!

Am Wochenende hatten wir uns mit Ben und seinen Freunden David, Michael und Stewart zu einem Motorradausflug nach Lake Tahoe verabredet. So trafen wir uns Samstag morgens zu einem Kaffee bei Starbucks, um den Trip mit vier BMW F650 GS, einer Honda und einer Suzuki zu starten. Nach einer netten Fahrt mit super Wetter kamen wir recht schnell nachmittags am Lake Tahoe an. Dort hatte Ben einen Campingplatz direkt am See reserviert. Nach dem Aufbauen der Zelte und einem kurzen Sprung ins Wasser verbrachten wir den Rest des Abends bei netten Gesprächen am Lagerfeuer.

Am nächsten Morgen kam die Idee auf, auf dem Rückweg einen kleinen Umweg über den Yosemite Nationalpark zu fahren. Nachdem wir allerdings bereits für die Umrundung des Sees inklusive Pausen etwa 2 Stunden benötigten, wurde diese Idee dann doch schnell verworfen. Stattdessen fuhren wir über die Highways 89 und 4 zurück Richtung San Jose. Die 4 entpuppte sich zu unserer Freude ganz unerwartet als einspurige, sehr kurvige Bergstraße. So fuhren wir eine ganze Weile auf dem Highway 4 als wir in der Ferne einen Waldbrand sahen. Es bestand die Gefahr, dass wir die ganze Strecke wieder zurück fahren müssen, da man überlegte die Straße aus Sicherheitsgründen zu schliessen. Obwohl wir uns Schlimmeres vorstellen können, als in dieser netten Gegend, einen Abend zu campen, waren wir dann doch ganz froh, dass wir die Straße ungehindert passieren konnten.

In San Jose angekommen, verabschiedeten wir uns von unseren Mitfahrern und fuhren bei Nacht und Nebel auf dem Highway 1 zu unserem Campingplatz am Meer zwischen Santa Cruz und San Francisco. Wir kamen gegen halb elf am Campingplatz an und mussten daher zum ersten Mal im Dunkeln Zelte aufbauen.

Beitrag von: michasifi und carmen.on.the.road

Unterwegs in Frisco

Auch für die nächste Ausfahrt war Carmen auf den Soziasitz verbannt, dieses Mal allerdings auf Ben’s Motorrad. Nach einem Kaffee bei Starbucks ging es am Sonntag morgen zu viert nach San Francisco. Unser erstes Ziel waren die Twin Peaks, von denen man einen sehr tollen Blick über die Stadt haben soll. Diese Aussicht blieb uns allerdings verwehrt, da es neblig war und regnete.

In der Hoffnung auf besseres Wetter fuhren wir nach San Francisco Downtown und nahmen uns als nächstes Ziel die Lombard Street vor. Die Lombard Street ist eine extrem kurvige und sehr steile Straße im Herzen von San Francisco, die wir zusammen mit hunderten Touristenautos hinunterfuhren.

Mittlerweile war es Mittag geworden und wir suchten nach einer Gelegenheit, unseren Hunger zu stillen. Wir fuhren zunächst nach Chinatown und kamen dort auf die geniale Idee, in Chinatown Sushi essen zu wollen. 😉 Nach einiger Suche fanden wir doch tatsächlich das wahrscheinlich einzige Sushi Restaurant in ganz Chinatown, wo wir für chinesische Verhältnisse leckeres Sushi von einer extrem unfreudlichen Bedienung bekamen. Daher wunderte es uns auch nicht, dass das Trinkgeld bereits als fester Bestandteil auf der Rechnung stand.

In der Zwischenzeit hatte es sich aufgehellt. Die Sonne schien und wir hatten strahlend blauen Himmel. Also nichts wie zurück zu den Twin Peaks, auf denen wir dieses Mal tatsächlich die versprochene Aussicht geniessen konnten.

Da das amerikanische Essen inzwischen unser Magenvolumen sicherlich verdoppelt hat, waren wir von Ben’s Vorschlag zur ‚Ghirardelli‘ Schokoladenfabrik zu fahren mehr als begeistert. Dort schlugen wir uns den Bauch mit leckerem Eis mit heisser Schokoladensauce, Brownies und Milchshakes voll und konnten nebenbei die Schokoladenherstellung live begutachten ( ein bißchen Kultur muss sein! 😉 ).

Der Weg zurück über die Golden Gate war natürlich ein Muß. Wir hatten das Glück die Brücke bei voller Pracht vor blauem Himmel sehen zu können. Wie üblich wollte Carmen ihre obligatorischen Springfotos machen. Allerdings fiel es ihr schwer mit dem vollgefutterten Bauch hoch genug zu springen, um ein anständiges Springfoto zu bekommen. 😉

Beitrag von: michasifi und carmen.on.the.road

Großer Service an den Motorrädern

Wir waren heilfroh, dass wir es noch bis in die San Francisco Bay Area am Abend geschafft hatten, da das Kettengeräusch an den Motorrädern wieder zurückkehrte. Daher fuhren wir gleich am nächsten Morgen zum BMW Händler in San Jose, um 2 neue Kettensätze zu kaufen. Dort machten wir auch einen Termin aus, um das Lenkkopflager an Carmens Bike zu erneuern.

Nach dieser Shopping-Tour versuchten wir uns an dem Austausch der Kette und den Ritzeln an Carmens Bike. Der BMW Händler hatte uns extra eine Kette mit Klippschloss gegeben, um uns den Einbau zu erleichtern. Dies stellte sich jedoch als Trugschluss heraus, da die bereits montierte Kette geschlossen war. Wir hatten es leider nicht geschafft, die montierte Kette zu öffnen. Daher mussten wir die Schwinge am Bike ausbauen, um die Kette herausnehmen zu können. Das Montieren der neuen Kette ging auch nicht so einfach wie gedacht. Um das Kettenschloss zu befestigen benötigt man normalerweise ein Spezialwerkzeug, dass wir natürlich nicht dabei hatten. Micha improvisierte daher und nahm eine Gripzange, um die Kette zu schliessen.

Den anstrengenden Schraubertag beendeten wir mit einem Bier und leckerem Essen im Gordon Biersch in San Jose. Dort hatten wir uns mit Mathias, der wie wir die Panamericana fährt, und Ben, der hier im Silicon Valley arbeitet, getroffen. Es war ein sehr schöner Abend – ausser mit dem Beigeschmack, dass Ben für’s falsch parken zahlen musste. 😦

Den netten Abend setzten wir am nächsten Tag bei einem gemeinsamen Frühstück bei Ben fort. Netterweise konnten wir danach Ben’s Garage nutzen, um die Überhitzung an Carmen’s Maschine zu untersuchen. Nach verschiedenen Tests, wie z.B. dem Messen der Temperatursensoren, stellten wir fest, dass der Lüftermotor an Carmen’s Maschine nicht richtig funktionierte. Den neuen Lüfter hat Carmen gleich beim lokalen BMW Händler für 237$ bestellt.

Wir liessen uns von diesem Problem nicht einschüchtern und starteten am Nachmittag eine kleine Rundfahrt nach Santa Cruz. Allerdings nicht auf 4 sondern auf 3 Bikes. Carmen fuhr als Sozia bei Mathias auf seiner Yamaha Super Tenere mit, um ihre Maschine vor einem Motorschaden zu bewahren.

Beitrag von: michasifi und carmen.on.the.road

Pleiten, Pech und Pannen

Da wir schon ahnten, dass wir einen langen Tag vor uns hatten, standen wir früh auf, packten die Zelte zusammen und verliessen Lake Isabella frühzeitig. Eigentlich hatten wir geplant, den Highway 155 zum Sequoia Nationalpark zu nehmen. Stattdessen bogen wir falsch ab und nahmen unbeabsichtigt den ‚Mountain Highway 99‘ durch den Sequoia National Forest. Es machte riesig Spass auf dieser Strasse zu fahren, allerdings war die Strecke aufgrund des Wildwechsels nicht ganz ungefährlich. Ein Waschbär lief Carmen direkt zwischen die Räder ihres Motorrads und taumelte benommen durch den Zusammenstoss über die Strasse. Einige Meter weiter erschreckte uns eine Kuh, die sich hinter einer Serpentine versteckte. Dies führte dazu, dass man die Strecke nicht besonders schnell fahren konnte und wir daher einige Stunden Zeit verloren.

Irgendwann am nachmittag kamen wir dann aber im Sequoia Nationalpark an. Das Glück war an diesem Tag nicht mit uns. Gleich nach Parkeingang stiessen wir auf eine lange Baustelle, vor der wir 45 Minuten bis zur Weiterfahrt warten mussten. Als wir dann endlich die Baustelle durchfahren konnten, bemerkte Carmen laute Geräusche an ihrem Motorrad. Die Geräusche waren so laut, dass eine Weiterfahrt vorerst nicht in Frage kam. Nachdem wir die Baustelle verlassen hatten und das Motorrad näher inspizierten, stellten wir fest, dass die Kette viel zu locker und auch das Antriebsritzel verschlissen war. Also spannten wir mitten im Sequoia Nationalpark die Kette nach und fuhren weiter. Das Nachspannen der Kette war zumindest temporär von Erfolg, da das Geräusch zunächst ausblieb. Allerdings fügte auch diese Aktion eine weitere Stunde zu unserem sowieso schon strapazierten Zeitkonto hinzu.

Gegen abend machten wir erst unsere erste richtige Pause, um uns beim Subway zu stärken. Als Carmen ihr Motorrad abstellte, passierte das nächste Malheur. Kühlflüssigkeit lief aus dem Motorrad und tropfte auf den Asphalt. Die Kühlflüssigkeit war übergekocht und trat aus dem Ausgleichsbehälter aus. Zu diesem Zeitpunkt dachten wir das Problem wäre durch Nachfüllen von Wasser bereits erledigt. Später stellten wir fest, dass der Lüfter bei Carmen’s Motorrad defekt war.

Also fuhren wir weiter durch die Nacht Richtung Fremont in der San Francisco Bay Area, da wir hier für eine Woche ein günstiges Motel 6 gebucht hatten. Erst gegen Mitternacht kamen wir dort an und fielen todmüde in die Betten.

Beitrag von: michasifi und carmen.on.the.road

Fahrt durch das Tal des Todes

Selbst die „City of Entertainment“ konnte uns nur 2 Tage lang unterhalten. Danach zog es uns wieder on the road. Unser Weg führte uns zunächst durch das Death Valley (Tal des Todes), vor dem uns schon viele aufgrund der hohen Temperaturen im Sommer gewarnt hatten. Die Warnungen waren berechtigt. Es herrschten gefühlte 50 Grad, die sich später als 42 Grad im Schatten herausstellten. Bei dieser Temperatur brachte selbst der Fahrtwind keine Erleichterung. Wir fühlten uns als würden wir stundenlang gegen einen heissen Föhn anfahren. Durch die Hitze fühlten wir uns beide wie benebelt und mussten uns anstrengen, voll konzentriert zu bleiben und nicht von der Strasse abzukommen. Also reduzierten wir die Fotostops auf das notwendigste und machten uns aus dem Staub Richtung Lake Isabella, an dem wir übernachteten.

Beitrag von: michasifi und carmen.on.the.road