Einen Monat und 10.000 km unterwegs

Wir sind heute seit genau einem Monat unterwegs oder anders ausgedrückt sind wir die ersten 10.000 km unserer Panamericana-Tour bereits gefahren. Noch fühlt sich alles an wie ein langer Urlaub und ich habe immer noch nicht ganz realisiert, dass ich noch weitere 10 Monate unterwegs sein werde. Urlaub ist allerdings das falsche Wort – es ist eher eine Reise, die zugegebenerweise bisher recht anstrengend war. Die langen Tage auf dem Motorrad und Camping bei fast jedem Wetter erforderten schon eine Umgewöhnung zu dem bequemen Leben zuhause in Deutschland. Aber die tollen Erlebnisse, die beeindruckende Landschaft und die netten Bekanntschaften lassen dies alles vergessen. Es ist einfach klasse drauf los zu fahren, ohne zu wissen, wie weit man an dem Tag kommt, wo man übernachten kann, wen man alles  trifft oder was sonst noch so passieren wird. Immer nach dem Motto „Es wird schon gut werden“ und „Es gibt für alles eine Lösung“ 🙂

Eines der Highlights auf der bisherigen Tour war für mich die Fahrt auf dem unbefestigten Dalton Highway unter der Mitternachtssonne. Wir fuhren bis Nachts 1Uhr auf der Schotterpiste bis wir komplett fertig in unsere Zelte fielen. Die Sonne stand während der Fahrt in Richtung Norden so tief und schien uns direkt in die Augen, dass wir die Strasse nur noch erahnen konnten. Die entgegenkommenden Trucks, die die Piste in Staubwolken einhüllten, machten die Fahrt nicht wirklich einfacher. Das Ganze war ziehmlich abenteuerlich und wirkte sehr surreal.

Tiefpunkte gab es bisher natürlich auch, zum Glück aber nur wenige. Einer davon war das komplett misslungene Abendessen nach einem langen, anstrengenden Bike-Tag. Es gab Nudeln mit „selbstgemachter“ bzw. „selbst warmgemachter“ 🙂 Dosenlachs-Souce. Unglücklicherweise war der Dosenlachs komplett mit Haut und Knochen versetzt. Ungenießbar! Zum Glück hatten wir noch ein paar trockene Bagels dabei…

Die nächsten 10.000 km werden wir nun etwas langsamer weiter reisen. Wir werden demnächst die Grenze zur USA überqueren und in den Lower 48s einige Zeit in den Nationalparks verbringen. Ich freu mich schon riesig auf diesen Abschnitt unserer Tour!

Beitrag von: carmen.on.the.road
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2 Antworten

  1. Ich bin gespannt, wie der Unterschied zwischen Kanada und USA sein wird. Zumindest erste differenzieren sich ja gern deutlich von ihren südlichen Nachbarn.

    Juli 14, 2012 um 7:02 am

  2. Wünsche Euch viel Spaß in den USA, bin auf Eure Berichte gespannt, daß wir im August dann wissen, was sich lohnt und was nicht. 🙂
    Noch 2,5 Wochen dann geht es für uns endlich los. Die Spannung steigt.

    Juli 19, 2012 um 10:42 am

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