Pleiten, Pech und Pannen

Da wir schon ahnten, dass wir einen langen Tag vor uns hatten, standen wir früh auf, packten die Zelte zusammen und verliessen Lake Isabella frühzeitig. Eigentlich hatten wir geplant, den Highway 155 zum Sequoia Nationalpark zu nehmen. Stattdessen bogen wir falsch ab und nahmen unbeabsichtigt den ‚Mountain Highway 99‘ durch den Sequoia National Forest. Es machte riesig Spass auf dieser Strasse zu fahren, allerdings war die Strecke aufgrund des Wildwechsels nicht ganz ungefährlich. Ein Waschbär lief Carmen direkt zwischen die Räder ihres Motorrads und taumelte benommen durch den Zusammenstoss über die Strasse. Einige Meter weiter erschreckte uns eine Kuh, die sich hinter einer Serpentine versteckte. Dies führte dazu, dass man die Strecke nicht besonders schnell fahren konnte und wir daher einige Stunden Zeit verloren.

Irgendwann am nachmittag kamen wir dann aber im Sequoia Nationalpark an. Das Glück war an diesem Tag nicht mit uns. Gleich nach Parkeingang stiessen wir auf eine lange Baustelle, vor der wir 45 Minuten bis zur Weiterfahrt warten mussten. Als wir dann endlich die Baustelle durchfahren konnten, bemerkte Carmen laute Geräusche an ihrem Motorrad. Die Geräusche waren so laut, dass eine Weiterfahrt vorerst nicht in Frage kam. Nachdem wir die Baustelle verlassen hatten und das Motorrad näher inspizierten, stellten wir fest, dass die Kette viel zu locker und auch das Antriebsritzel verschlissen war. Also spannten wir mitten im Sequoia Nationalpark die Kette nach und fuhren weiter. Das Nachspannen der Kette war zumindest temporär von Erfolg, da das Geräusch zunächst ausblieb. Allerdings fügte auch diese Aktion eine weitere Stunde zu unserem sowieso schon strapazierten Zeitkonto hinzu.

Gegen abend machten wir erst unsere erste richtige Pause, um uns beim Subway zu stärken. Als Carmen ihr Motorrad abstellte, passierte das nächste Malheur. Kühlflüssigkeit lief aus dem Motorrad und tropfte auf den Asphalt. Die Kühlflüssigkeit war übergekocht und trat aus dem Ausgleichsbehälter aus. Zu diesem Zeitpunkt dachten wir das Problem wäre durch Nachfüllen von Wasser bereits erledigt. Später stellten wir fest, dass der Lüfter bei Carmen’s Motorrad defekt war.

Also fuhren wir weiter durch die Nacht Richtung Fremont in der San Francisco Bay Area, da wir hier für eine Woche ein günstiges Motel 6 gebucht hatten. Erst gegen Mitternacht kamen wir dort an und fielen todmüde in die Betten.

Beitrag von: michasifi und carmen.on.the.road
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